Über den Tellerrand: Muttertagsfrühstück

Ich nehme es vorweg: Heute hatte ich spannendste und beste Muttertagsfrühstück der letzten 54 Jahre.

Elias Bairam, Spitzenkoch aus Damaskus hatte mich, meine Familie und unseren Mitbewohner Saeed zu sich eingeladen. Als wir ankamen, war die Tafel bereits gedeckt:

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Zum Frühstück nimmt man kein Besteck, man isst alles nur mit Brot. Und ich kann das jetzt. 🙂 Es war vorzüglich. Ich mochte alles sehr sehr gern, bis auf die eingelegten Auberginen, aber die mag ich nie. Natürlich haben wir gelernt, wie jede dieser einzelnen Köstlichkeiten heißt, natürlich habe ich alle Namen wieder  vergessen. Macht aber nix, mein Gaumen hat sich alles gemerkt. 🙂

Mein Mann und meine Töchter waren auch dabei, außerdem Elias‘ Frau Mirna, ihr Bruder Houssam und Elias‘ Cousin Elias und unser aller Freund Saeed. Es war eine gut gelaunte Frühstücksrunde.

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Nach dem Frühstück plumpsten wir pappsatt aufs Sofa und bekamen ein Gitarrenprivatkonzert von Elias, von Beruf klassischer Gitarrist und Houssam. Und es kam … der Kuchen. Wissen wir ja schon – „Nichtessen“ gibt’s nicht bei syrischen Gastgebern. Die Integration schreitet übrigens wunderbar fort, denn der Kuchen war eine Muttertagstorte von Coppenrath und Wiese. ;))

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Auf dem Bild zu sehen auch die beiden  Blümchen, dich ich außerdem geschenkt bekam. „Mama Biggi“ war wirklich sehr gerührt.

Ich lernte, dass man am Muttertag diese Torte mit einer Kerze serviert, dass die Mutter diese Kerze auspusten muss und dass man mit der falschen, also unscharfen Seite eines Messers den Kuchen anschneiden und sich dabei etwas wünschen muss. Gesagt, getan. 🙂

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Wir aßen diesen leckeren Käsekuchen mit Erdbeergelee, das auf Arabisch übrigens Gelee heißt. 🙂

Kaum hatten wir alle unser Stück Kuchen aufgegessen, lernte ich meine nächste Lektion: „How to be a perfekt syrian friend.“ Es kamen Salzstangen, Erdnüsse und geröstetes Vogelfutter auf den Tisch. Dieses kleinen „Dinger“ knackt man hochkant (!) mit den Zähnen, um dann einen winzig kleinen Kern zu bergen, den man essen kann. Echt viel Arbeit für magere Ausbeute. Aber wir waren ja auch mittlerweile viel zu satt, um größere Knabbereien zu uns zu nehmen.

Und dann kam es wieder zu einer Premiere:

Biggis erste Shisha.

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DANKE!

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