Archiv der Kategorie: Für Ehrenamtler

Hilfreiche Informationen für Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe

Die Verbraucherzentrale hat eine umfangreiche Sammlung mit Tipps und Hinweisen zusammengestellt. Gut auch für die Beratungspraxis: Alle Hinweise stehen auch in vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Die erste Ausgabe 2017 der Stiftung Mitarbeit: Sie trägt den TitelMitarbeiten‘ und kann hier als PDF heruntergeladen werden.

‚Vom Willkommen zum Ankommen‘ (PDF) – Ratgeber für wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland. Mit Förder-Tipps für Unternehmen und Stiftungen.

‚Begegnung und Teilhabe ermöglichen‘ (PDF) – das Engagement für, mit und von geflüchteten Menschen gestalten.

19.6. Ehrenamtsfest des Bistums Aachen

Das Bistum Aachen und der Diözesanrat der Katholiken möchten mit dem Ehrenamtsfest allen „Danke“ sagen, die in den letzten Monaten dazu beigetragen haben, geflüchtete Menschen hier bei uns Willkommen zu heißen, die ihnen auf vielfältige Weise das Einleben erleichtert und ihnen „ein Stück Freundschaft“ (Bischof em. Dr. Heinrich Mussinghoff) geschenkt haben.

Aus Planungs- und Sicherheitsgründen ist es erforderlich, sich zum Ehrenamtsfest anzumelden. Die Online-Anmeldung ist zwischen dem 15. April und dem 15. Mai freigeschaltet.

Mehr Informationen hier:

http://fluechtlingsarbeit-bistum-aachen.de/ehrenamtsfest

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Vortrag zu Rechtsfragen und Verfahrensberatung

Am Montag, dem 9.5. von 18.00 bis 21.00 Uhr referiert Achim Schwabe, unser Asylkreis-Experte für Recht und Verfahren über genau diese seine Themen. Wir kennen in Schwalmtal niemanden, der sich besser auskennt, deshalb erwarten wir zu Rechtsfragen und Verfahrensberatung einen Vortrag voller Substanz.

Achim Schwabe bietet eine allgemeine Einführung in Fragen wie: Was sind Abschiebegründe? Welche Rechte hat ein Asylbewerber? Was ist eine Abschiebung?  Interessant ist der Vortrag für alle, die sich für das Thema interessieren, vor allem natürlich für jene, die sich im Asylkreis oder in anderen Flüchtlingshilfen engagieren und ihm Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit immer mal wieder mit Rechts- oder verfahrenstechnischen Fragen der Geflüchteten konfrontiert werden.

Veranstaltungsort ist die Philippus-Akademie in Mönchengladbach-Rheydt in der Gracht 27.

Der Vortrag ist übrigens Teil des Philippus Schwerpunkts ‚Flucht und Migration‘, im Rahmen dessen es ab Mitte April eine Reihe interessanter Veranstaltungen geben wird.

Unsere Empfehlung gilt jedoch auf jeden Fall Achim Schwabes Vortrag am 9. Mai 2016. Der Eintritt ist frei.

 

 

Netzwerk: Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Anfang März haben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer den Startschuss für das bundesweite Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“
gegeben. Ziel ist es, das Engagement der Unternehmen insbesondere für Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung von
Flüchtlingen praxisnah zu unterstützen.

Bundesminister Gabriel sagt dazu:

„Die Integration von Flüchtlingen ist eine Herausforderung, für die es weder Blaupausen noch Patentrezepte gibt. Eine reguläre Beschäftigung ist aber eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Der deutschen Wirtschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Mit dem neuen Unternehmensnetzwerk haben die Unternehmen eine Plattform, auf der sie voneinander lernen können und zu den alltäglichen Fragen wichtige Unterstützung erhalten. Ich freue mich über die große Bereitschaft der Unternehmen, Flüchtlingen eine Perspektive zu geben und in zukünftige Fachkräfte zu investieren.“

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer erkannte bei den Unternehmen große Bereitschaft, aber auch viel Informationsbedarf:

„Viele Unternehmen wollen ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Sie engagieren sich bereits oder überlegen, wo ihre Möglichkeiten liegen. Sprachbarrieren und häufig nicht bekannte Qualifikationen sind dabei große Herausforderungen. Das greifen wir auf. Mit unserer Initiative wollen wir aufzeigen, wie Unternehmen diese bewältigen können, wie sie mit Flüchtlingen in Kontakt kommen und welche Möglichkeiten es gibt, Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung anzubieten. Mit dem Netzwerk schaffen wir eine Plattform, die Unternehmen zusammenbringt, Austausch organisiert und Unternehmen bei ihrem Engagement unterstützt und begleitet.“

Stellvertretend für die mehr als 300 Gründungsunternehmen des
Netzwerks erläuterten vier Unternehmensvertreterinnen und
-vertreter ihre Motive:

Bettina Schmauder, KFZ-Werkstatt Schmauder & Rau GmbH:

„Betriebe sind ein wunderbarer Ort, um Integration und  gegenseitige Akzeptanz zu fördern. Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten und Vorbild für andere sein.“

Theo Baumstark, Baumstark Theo GmbH & Co. Wärme- und Gesundheitstechnik KG:

„Asylsuchende benötigen Unterstützung – jetzt, nicht irgendwann.  Ihre Ausbildung ist der Grundstein für Weiterkommen und Lebensgestaltung. Einige werden bleiben und uns künftig zur Seite stehen.“

Dr. Christiane Grunwald, TRUMPF GmbH + Co. KG:

„Wir sahen und sehen es als eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung unseres Unternehmens, bei diesem Thema nicht abseits zu stehen, sondern zu helfen.“

Dr. Rüdiger Grube, Deutsche Bahn AG:

„Die Deutsche Bahn setzt auf Integration durch Ausbildung und Qualifizierung. Schon jetzt arbeiten bei uns in Deutschland Mitarbeiter aus über 100 Nationen. Vielfalt in der Belegschaft steht uns gut zu Gesicht!“

Das Netzwerk bietet Unternehmen, die sich für Flüchtlinge engagieren oder engagieren wollen, Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement. Zudem liefert es Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen den Unternehmen. Zu diesem Zweck werden bundesweit in verschiedenen Regionen Veranstaltungen stattfinden, bei denen Unternehmen ihre Praxis-Beispiele und Wissen austauschen können. Darüber hinaus bietet eine Online-Plattform für Mitglieder die Möglichkeit, Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen.

Das auf Initiative des DIHK entstandene Netzwerk wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 2,8 Millionen Euro gefördert.

Weitere Infos finden Sie unter:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
(Unternehmen können kostenlos beitreten und sich online registrieren.

Kostenfreie Dolmetscherdienste für Ärzte

Flüchtlinge verstehen“ – Ärzte können kostenfrei per Video auf Dolmetscher zugreifen

Service für Ärzte: Seit dem 30. November 2015 können Mediziner für die Behandlung von Flüchtlingen über das Portal arztkonsultation.de kostenfrei einen Dolmetscher durch eine Video-Lösung hinzuschalten. Die Initiative ist zunächst als Pilot-Projekt angelegt und wird von der Bertelsmann Stiftung evaluiert. Die Dauer und der Umfang des Angebots sowie ein Roll-out sind abhängig von der Resonanz und der Wirksamkeit dieses Instruments.

Wie funktioniert „Flüchtlinge verstehen“? Der Arzt registriert sich einmalig und loggt sich während der Behandlung eines entsprechenden Patienten in das virtuelle Sprechzimmer auf dem Portal ein und wählt einen passenden Dolmetscher aus. In der ersten Phase des Projekts sind folgende Sprachen verfügbar: Arabisch (werktags 7.00 bis 13.00 Uhr) sowie Englisch und Russisch (werktags von 9.00 bis 13.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr).

Die Versorgung von Flüchtlingen ist in Deutschland die größte gesellschaftliche Herausforderung seit Jahrzehnten. Momentan registrieren die Bundesländer täglich 10.000 neue Flüchtlinge, rund die Hälfte von ihnen aus Syrien. Zu den Kernaufgaben bei der Versorgung zählt neben Unterbringung und Verpflegung insbesondere auch die medizinische Betreuung. Dabei stoßen engagierte Mediziner in der Behandlung von Flüchtlingen immer wieder auf Sprachbarrieren, die eine Untersuchung erschweren, gar unmöglich machen können. Das Problem: Die Zahl kompetenter Dolmetscher, die Abhilfe schaffen können, ist begrenzt und sie sind zeitlich und geografisch eingeschränkt.

Dazu arztkonsultation.de Geschäftsführer Marc Mausch: „In Sondersituationen ist es guter Usus, sich zu fragen: Wie kann ich selbst in meinem beruflichen Umfeld etwas zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems beitragen? – Genau das haben wir bei arztkonsultation.de getan und das Projekt „Flüchtlinge verstehen“ in die Wege geleitet.“

Das Portal arztkonsultation.de und damit auch der Einsatz von Dolmetschern im Video- Gespräch, sind datenschutzrechtlich geprüft und einfach in der Anwendung über den Internet-Browser. Eine zusätzliche Softwareinstallation ist nicht notwendig. Der Arzt muss für diesen Dienst kein Kunde von arztkonsultation.de sein.

Interessierte Ärztinnen und Ärzte können sich unter: www.arztkonsultation.de/fluechtlinge-verstehen freischalten lassen.

Das Grundgesetz in elf Sprachen

Dass es das Grundgesetz auf Arabisch gibt und dass es sogar als Printversion kostenlos bestellt werden kann, hatten wir hier schon geschrieben.  Die SPD hat nun den Text unserer Verfassung auch in vielen weiteren Sprachen als PDF zur Verfügung gestellt. Hier kann man das Grundgesetz in insgesamt 11 Sprachen downloaden.