Archiv der Kategorie: Praktische Tipps für die Beratung

Information zur Anhörung im Asylverfahren

Der Informationsverbund Asyl & Migration stellt auf seiner Website hilfreiche Informationen zur Anhörung im Asylverfahren in vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die Infoblätter geben wichtige Hinweise, was bei der Anhörung zu beachten ist und erklären den Ablauf des Asylverfahrens.

Die Schriften erscheinen in der vierten Auflage und wurden für diese Neuauflage vollständig überarbeitet. Sie liegt aktuell in folgenden Sprachen vor: Albanisch, Arabisch, Bosnisch (auch geeignet für Personen, die Kroatisch oder Serbisch sprechen), Deutsch,    Englisch, Französisch, Kurdisch (Kurmandschi), Russisch und  Tigrinisch. 

Hier geht’s zur Downloadseite.

Verständigungshilfe für Elterngespräche in der Kita

Für das Gespräch mit fremdsprachigen Eltern hat der Setzer Verlag eine umfassende Verständigungshilfe mit Bildern und kurzen Untertiteln in Deutsch, Türkisch, Russisch, Arabisch und Farsi verlegt. Der Ordner Kita-tıp ermöglicht mit rund 550 anschaulichen Zeichnungen einen niederschwelligen Zugang im Elterngespräch, darüber hinaus oftmals eine Basisverständigung auch mit Eltern anderer Sprachen. Auf 135 Seiten werden unter anderem Themen wie Aufnahme in die Kita, Angebote der Kita, Krankheit und Entschuldigung, Spiel- und Bastelmaterial, Kleidung, Ernährung, Eltern in der Kita, Anregungen für Zuhause, Verhalten und Entwicklung,

Das Projekt Kita-tıp des Vereins Bild und Sprache e.V. entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bildung und Erziehung, Abteilung Kindertageseinrichtungen, der Stadt Waiblingen und wurde gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und ist erschienen im Setzer Verlag.

Auf der  Website des Verlages stehen Kopiervorlagen zum kostenlosen Download in vielen Sprachen bereit.

Den vollständigen Ordner Kita-tıp kann man kaufen – er ist im Buchhandel erhältlich für 24,90 €.

Ebenso wurden für das Elterngespräch Verständigungshilfen für das Baby– und Schulalter entwickelt sowie die bebilderten Dolmetscher für den Arztbesuch tıp doc. Ganz neu ist darunter auch das Buch tıp doc Psychiatrie in 14! Sprachen. Beachten Sie bitte auch unsere Patientenfragebögen in über 25 Sprachen zum kostenlosen Download vor dem Arztbesuch, darunter auch in mehreren afrikanischen Sprachen wie Tigrinya, Amharisch, Somali, demnächst noch Fula, Mandinko und Yoruba.

Netzwerk: Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Anfang März haben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer den Startschuss für das bundesweite Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“
gegeben. Ziel ist es, das Engagement der Unternehmen insbesondere für Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung von
Flüchtlingen praxisnah zu unterstützen.

Bundesminister Gabriel sagt dazu:

„Die Integration von Flüchtlingen ist eine Herausforderung, für die es weder Blaupausen noch Patentrezepte gibt. Eine reguläre Beschäftigung ist aber eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Der deutschen Wirtschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Mit dem neuen Unternehmensnetzwerk haben die Unternehmen eine Plattform, auf der sie voneinander lernen können und zu den alltäglichen Fragen wichtige Unterstützung erhalten. Ich freue mich über die große Bereitschaft der Unternehmen, Flüchtlingen eine Perspektive zu geben und in zukünftige Fachkräfte zu investieren.“

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer erkannte bei den Unternehmen große Bereitschaft, aber auch viel Informationsbedarf:

„Viele Unternehmen wollen ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Sie engagieren sich bereits oder überlegen, wo ihre Möglichkeiten liegen. Sprachbarrieren und häufig nicht bekannte Qualifikationen sind dabei große Herausforderungen. Das greifen wir auf. Mit unserer Initiative wollen wir aufzeigen, wie Unternehmen diese bewältigen können, wie sie mit Flüchtlingen in Kontakt kommen und welche Möglichkeiten es gibt, Praktika, Ausbildung oder Beschäftigung anzubieten. Mit dem Netzwerk schaffen wir eine Plattform, die Unternehmen zusammenbringt, Austausch organisiert und Unternehmen bei ihrem Engagement unterstützt und begleitet.“

Stellvertretend für die mehr als 300 Gründungsunternehmen des
Netzwerks erläuterten vier Unternehmensvertreterinnen und
-vertreter ihre Motive:

Bettina Schmauder, KFZ-Werkstatt Schmauder & Rau GmbH:

„Betriebe sind ein wunderbarer Ort, um Integration und  gegenseitige Akzeptanz zu fördern. Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten und Vorbild für andere sein.“

Theo Baumstark, Baumstark Theo GmbH & Co. Wärme- und Gesundheitstechnik KG:

„Asylsuchende benötigen Unterstützung – jetzt, nicht irgendwann.  Ihre Ausbildung ist der Grundstein für Weiterkommen und Lebensgestaltung. Einige werden bleiben und uns künftig zur Seite stehen.“

Dr. Christiane Grunwald, TRUMPF GmbH + Co. KG:

„Wir sahen und sehen es als eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung unseres Unternehmens, bei diesem Thema nicht abseits zu stehen, sondern zu helfen.“

Dr. Rüdiger Grube, Deutsche Bahn AG:

„Die Deutsche Bahn setzt auf Integration durch Ausbildung und Qualifizierung. Schon jetzt arbeiten bei uns in Deutschland Mitarbeiter aus über 100 Nationen. Vielfalt in der Belegschaft steht uns gut zu Gesicht!“

Das Netzwerk bietet Unternehmen, die sich für Flüchtlinge engagieren oder engagieren wollen, Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement. Zudem liefert es Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen den Unternehmen. Zu diesem Zweck werden bundesweit in verschiedenen Regionen Veranstaltungen stattfinden, bei denen Unternehmen ihre Praxis-Beispiele und Wissen austauschen können. Darüber hinaus bietet eine Online-Plattform für Mitglieder die Möglichkeit, Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen.

Das auf Initiative des DIHK entstandene Netzwerk wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 2,8 Millionen Euro gefördert.

Weitere Infos finden Sie unter:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
(Unternehmen können kostenlos beitreten und sich online registrieren.

Thema: Praktika und Jobs für Asylbewerber

Über die Themen „ Praktikumsbörse“ und „Betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen“ informieren diese Links:

http://www.ihk-praktikumsportal.de/inhalte/Arbeitgeber/Praktikum/Praktikanten_aus_dem_Ausland/101932/Praktika_fuer_Fluechtlinge.html

http://www.ihk-praktikumsportal.de/41836/login.html

https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mjc3/~edisp/l6019022dstbai772426.pdf

Günstige Handytarife

iphone-410324_640Stiftung Warentest stellt Handytarife für Flüchtlinge vor und bewertet Prepaid-Tarife bezogen auf die jeweiligen Heimatländer.

Außerdem interessant: Merkblätter für den Umgang mit Mobilfunkverträgen, insbesondere Prepaid, und die wichtigsten Rechtsgrundlagen.

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