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Jetzt anmelden: Über den Tellerrand-Grillen

Im vergangenen Jahr waren wir zu Gast beim Über den Tellerrand grillen im Garten von Thomas und Nina. In diesem Jahr gibt’s ein großes Über den Tellerrand Grillen im Hof der evangelischen Kirche am Kockskamp in Amern. Diese Veranstaltung ersetzt unser großes quartalsmäßiges Kochen bei Königs Küchen.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag den 1. Juli. Einzelheiten werden wir hier noch bekannt geben. Aber den Termin sollten sich Interessierte schon einmal merken und sich idealerweise auch schon anmelden. Erfahrungsgemäß sind unsere Über den Tellerrand Events meist sehr schnell ausgebucht.

Anmeldungen bitte per E-Mail oder whatsapp an Kerstin Kessels
E-Mail: UeberdenTellerrand@asylkreis-schwalmtal.de
Mobilnummer: 0176 40566164

Über den Tellerrand: Fusionskochen Syrien-Libanon-Palästina-Deutschland

Am 18. März 2017 war es mal wieder soweit – das erste Über den Tellerrand kochen bei Königs Küchen in diesem Jahr. Wir hatten das Jahr mit einer Inventur unserer Lebensmittelvorräte gestartet und dabei festgestellt, dass wir im Laufe der Zeit ziemlich viel Olivenöl, Reis, Grieß und sonstige haltbare Köstlichkeiten angehäuft hatten. Das geschieht, wenn jedes Mal neue Teams einkaufen gehen, die nicht den Überblick haben, was in unseren Vorratskisten alles bereits vorhanden ist. Gertrud Hinkes aus unserem ÜdTk-Orgateam hatte sich dem Problem angenommen, alles erfasst, sortiert und dabei überlegt, was man kochen könnte, um diesen Überschuss ein wenig abzubauen. Denn wir wollen keinesfalls Lebensmittel unnötig wegwerfen müssen. Wir konnten Zachary Mustafa aus Damaskus, der seit einem Jahr bei uns in Waldniel lebt und der bereits einmal mit uns gekocht hatte, dafür gewinnen,  zusammen mit Gertrud ein orientalisch-deutsches Menu zu entwickeln. Was dabei heraus gekommen ist, stellen wir euch und Ihnen nun hier vor.

Klar – auch an diesem Tag ging es nicht nur ums Essen, sondern vor allem auch um Begegnungen. Kochen macht uns uns allen Spaß und  Essen ist zweifelsohne ein Genuss, aber das Wichtigste und der Grund für unser Tun sind die Begegnungen mit den Menschen. Wir wollen Brücken bauen zwischen den Kulturen, wir wollen unseren neuen Mitbürgern, die ihr Heimatland verlassen mussten, helfen, bei uns Fuß zu fassen und wir wollen allen alteingesessenen Waldnielern zeigen, dass die „Neuen“ auch noch etwas ganz anderes sind, als „diese Flüchtlinge“. Es sind Mitbürger, Nachbarn, Kollegen, Bekannte und Freunde.

Es hat sich schon eingebürgert, dass wir zu Beginn der Veranstaltung einen alkoholfreien Cocktail reichen. So kann man in lockerer Runde bereits miteinander anstoßen, während die jeweiligen Chefköche das Menu vorstellen. Dieses Mal war es ein alkoholfreier Mojito.

Während wir an diesem köstlichen Getränk nippten, erklärten uns Gertrud und Zachary, was uns erwartete:

Musghan, eine Teigrolle mit Hähnchenbrust gefüllt, ein traditionelles Gericht aus der palästinensischen Küche. 

Muhammra, eine scharfe Paprikapaste als Vorspeise aus Syrien.

Von Gertrud selbstgebackenes Fladenbrot, wie man es in vielen Ländern der Erde kennt und isst.

Auberginen und Artischockenböden gefüllt mit Hackfleisch, wie man sie im Libanon und in Syrien isst. Als Beilage Reis mit Fadennudeln, als nach klassischer syrischer Zubereitungsart.

Dazu gab es noch einen warmen Bulgursalat mit Röstgemüse, der in seiner Zusammensetzung und Würzung auch orientalisch anmutete, aber dessen Rezept keinem Land zuzuordnen ist.

Und zum Dessert Marzipan-Grieß-Flammeri mit Kirschen aus Deutschland.

Alles zusammen war dieses Menu ‚fusion cooking‘ at it’s best. Und sooo lecker. 🙂

Erdacht und komponiert wurde es von den beiden Chefköchen dieses Events, von Gertrud und Zachary, die nach getaner Arbeit beide erschöpft, aber glücklich und zufrieden das Büffet eröffneten.

Sie hatten sicher die meiste Arbeit und mit der Verantwortung für gutes Gelingen auch den nervenaufreibendsten Job. Aber sie hatten auch viele Helfer. Menschen aus Deutschland, Syrien, Pakistan und dem Iran waren gekommen und alle gemeinsam zu kochen. Sie schnippelten und schälten, sie zerkleinerten Gewürze, sie wickelten Hähnenfleisch in Teigrollen ein, sie brutzelten unzählige Auberginenscheiben in Öl und sie verarbeiteten einen riesigen Berg Paprika zu einem Brei, der in jedem Tatort hätte mitspielen können. 😉

Während also all diese netten Menschen dafür sorgten, dass wir am Ende des Tages gemeinsam essen konnten, entstand an anderer Stelle unsere Tischdeko. Unsere „Deko-Beauftragte“ Susanne hatte wunderschöne Tulpen, Rosen und Zweige mitgebracht, aus denen eine zauberhafte Frühlingsdeko entstand. Für die Rosen geht ein dickes Dankeschön an den Blumenladen „Blumentopf“ in der  Krefelder Str. 103 in 41063 Mönchengladbach, direkt am Real-Kaufhaus, denn sie wurden uns von dem freundlichen Händler geschenkt!! Susanne und Razan machten auf jeden Fall wunderschönen Tischschmuck daraus.

So lange das Essen noch nicht fertig war, bewunderten alle die schön eingedeckten Tische. Aber als wir dann alle da saßen und aßen, liefen Mushgan, Muhammra und Co. doch den Blumen den Rang ab. Alle hatten nur noch Augen für das, was auf ihren Tellern lag. 🙂

Alle Rezepte, bzw. die Zutatenlisten könnt ihr hier als PDF herunterladen.

Und wer jetzt immer noch nicht genug gesehen hat – hier sind sie alle – die Bilder unseres ersten Über den Tellerrand Fusionskochens.

 

 

 

 

 

Über den Tellerrand: Albanien

logotellerrandblogUnser letztes großes Kochevent des Jahres fand am 10. Dezember 2016 im Küchenstudio von Königs Küchen statt.  Dieses Mal standen mal wieder Köstlichkeiten aus Albaniens Küche auf dem Speiseplan. Chefköchinnen waren Mirela Zhapaij und Ermelinda Tatraku aus Albanien, unterstützt wurden sie Lindas Mutter sowie von unserem Orga-Team-Mitglied Gertrud. Gertrud brachte ihre ganze professionelle Organisationserfahrung mit ein und so war der gesamte Tag von A bis Z hervorragend organisiert.

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Mirela und Linda haben ihre Sache ganz großartig gemacht und uns mit ihren albanischen Köstlichkeiten mehr als verwöhnt. Vielen Dank für einen großartigen Nachmittag.

Wer einen ausführlichen Bericht mit sehr vielen Fotos lesen will, findet ihn dieses Mal hier im Blog der Firma Königs Küchen.

Und hier sind alle Rezepte dieses Kochevents.

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Mit diesem Bild von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres letzten Kochens 2016 möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Menschen aller Nationen bedanken, die in diesem Jahr mit uns über den Tellerrand gekocht haben. Und wir hoffen, dass es auch im neuen Jahr wieder eine Menge Menschen sein werden, die mit uns gemeinsam ein Ziel haben: #maketheworldabetterplate.

Und wir bedanken uns sehr sehr herzlich bei Dorothee und Theo Königs von Königs Küchen, die uns so sehr unterstützen und uns ihr Küchenstudio in Niederkrüchten-Birth kostenlos und vertrauensvoll zur Verfügung stellen. Vielen, vielen Dank!

Das ÜberdenTellerrand-Team Schwalmtal wünscht allen frohe Weihnachten und ein gesundes, friedliches neues Jahr.

 

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Klein aber fein über den Tellerrand gekocht

Im November gab es ein kleines ÜberdenTellerrand-Kochen bei einer Waldnieler Bürgerin. Klein nur im Sinne der Personenzahl. In Wahrheit ist es ganz groß, wenn eine Frau allein sich entscheidet: Ich will jetzt Über den Tellerrand kochen, ich möchte neue Menschen kennenlernen. Daniela hat uns dankenswerterweise auch einen kleinen Bericht geschickt.

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Am 13.11.16 wurde in meiner Küche über den Tellerrand gekocht und zwar bis nach Syrien. Mit Zachary hatten wir einen in diesem Thema erfahrenen Koch, den auch die Vorgabe, ein vegetarisches Menü zusammen zu stellen, nicht aus der Ruhe brachte.

Eine Woche vorher durfte ich mich bereits von seinem Können in der Küche überzeugen, als wir uns bei allerlei syrischen Köstlichkeiten zum ersten Kennenlernen trafen. Bei dem Treffen lernte ich auch gleich Abdullah, den „Kochassistenten“ kennen.

Am Tag des großen Kochens vervollständigte meine Freundin Nicola das Kochquartett und wir schälten, schnibbelten, hackten, kochten, frittierten, rührten und amüsierten uns prächtig. Die Kapazitäten meiner Ein-Personen-Küche wurden sowohl platztechnisch als auch ausstattungstechnisch voll ausgeschöpft.

Die angerichtete Tafel war rein optisch schon ein Genuss und geschmacklich einfach nur lecker. Neben zwei Cremes auf Auberginenbasis [Moutabel], gab es frittierte Auberginen, selbstgemachte Brotchips [Fatoush], frischen Salat, frittierten Blumenkohl mit einer sensationellen Yoghurt-Sesamcreme – mein absoluter Favorit!!! – und ein äußerst köstliches, warmes Bohnen-Tomaten-Gericht.

Alles in allem war es ein schöner, witziger, interessanter, leckerer und auch berührender Abend.

Danke an alle Beteiligten!

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Leider gibt es keine Bilder. Daniela schrieb in ihrer Mail: „Leider haben wir keine Fotos.  [ … ] denn wir waren einfach zu beschäftigt mit Kochen und Reden, als dass wir viele Fotos hätten machen können.“

Wir vom ÜberdenTellerand-Team finden: Genau so muss es sein. Da verzichten wir doch sehr sehr gerne auf Fotos. Vielen Dank liebe Daniela für den Bericht!
 

 

 

Jetzt anmelden! Über den Tellerrand kochen: Albanien

Zum letzten Mal in diesem Jahr: Am Samstag, den 10.12.2016 ab 15 Uhr kochen wir zum letzten Mal in diesem Jahr im Küchenstudio von Königs Küchen  über den Tellerrand.

Chefköchinnen werden dieses Mal Mirella Zhapej und Ermelinda Tatraku aus Albanien sein. Wir freuen uns schon sehr auf neue Eindrücke und Genüsse.

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Wir vom Über den Tellerrand-Team sind glücklich, wenn sich auch aus diesem Event wieder neue Kontakte ergeben und die Menschen aus Waldniel und Umgebung Lust bekommen, auch einmal zu Hause im privaten Rahmen über den Tellerrand zu kochen.

Sprechen Sie uns einfach an – wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung und stellen auch gerne Kontakte für Sie her.

Mehr zum Event und zum geplanten Menu findet man hier im Blog von Königs.

Wir freuen uns auf neue Gesichter! Anmeldungen bitte bei Kerstin Kessels, Telefon/Whatsapp 0176 40566164 oder per E-Mail.

Und so waren die bisherigen Events:

Über den Tellerrand kochen bei Königs Küchen am

 

Im Team über den Tellerrand gekocht

logotellerrandblogAls wir vom Über den Tellerrand kochen-Orgateam vor einigen Wochen Hanaa Alhannoun fragten, ob sie nicht am 8. Oktober unsere Chefköchin sein und gemeinsam mit ihrem Mann Saeed Alhannoun und Zachary Mustafa als ihre Assistenten ein syrisches Menu kochen wolle, sagte sie freudig zu und die beiden anderen schluckten erst einmal:

Assistenten? Ihr Boss eine Frau?

Ja. Genau. 🙂

Gemeinsam erarbeiteten sie ein Menu, dass auch für diejenigen unter uns, die schon häufig syrisch gegessen haben, noch Neues enthielt. Aber dazu später mehr.

KuechenKoenigsZu Gast waren wir wieder bei Königs Küchen in Niederkrüchten, die uns voller Vertrauen ihr vollständig eingerichetetes Küchenstudio überlassen haben und uns auch sonst durch etliche Sachspenden und organisatorische Hilfestellungen unterstützten. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass Über den Tellerrand Schwalmtal in Dorothee und Theo Königs so engagierte Partner gefunden hat. Auch an dieser Stelle einmal mehr: Herzlichen Dank!

Herzlichen Dank auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dieses Mal dabei waren:

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Um 15 Uhr ging es offiziell los, schon um 14 Uhr waren unsere Vorbereitungen in vollem Gange. Geschäftiges Treiben des Kochtrios an der Kochinsel.

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Gegenüber wurden die Willkommensdrinks vorbereitet:

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Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und hat allen geschmeckt.

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Auch die Kinder fanden unseren selbstgemachten alkoholfreien Hugo lecker und waren stolz wie Bolle, dass sie auch ein Glas bekamen.

Ja – wir hatten zum ersten Mal mehrere Kinder dabei und dank unserer Idee eines Kindertisches mit Malstiften, Skubidoo-Bändern, Legokisten und Spielen war das überhaupt kein Problem. Stundenlang haben sich die Kinder beschäftigt und sich weder gelangweilt, noch gestört. Im Gegenteil, auch die Erwachsenen hatten Spaß am Kindertisch gegen die kleinen Syrerinnen Samaa und Rouya ihre Geschicklichkeit im Spiel unter Beweis zu stellen.

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Leider haben wir keine Fotos von diesem Tisch gemacht, als er voll gebaut war mit phantasievollen Legolandschaften und auch keine von den spannenden Spielduellen zwischen Erwachsenen und Kindern.

Währenddessen waren die Vorbereitungen für unser syrisches Menu in vollem Gange. Da wurde geschnippelt, gekocht, gerührt und unsere Chefköchin Hanaa hatte alles im Griff.

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Zwei mussten leider draußen bleiben:

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Blumenkohl und Auberginen wurden vor der Tür im Freien frittiert, um die Ausstellungsräume zu schonen und weder Gäste, noch die Mitarbeiter des Unternehmens am nächsten Werktag nicht mit Frittiergerüchen zu belasten.

Viel früher als bei den letzten Malen – ein Ergebnis der hervorragenden Zeitplanung der Chefköchin – war alles fertig und wartete darauf, von den hungrigen Teilnehmern gegessen zu werden.

Es gab syrisches Moussaka, mit Öl, Zitrone und Knoblauch angemachte Artischockenherzen, frittierten Blumenkohl in einer Sauce aus Tahina und Joghurt, Spinatsalat, Humus, Moutabal und Salat als Appetizer, Okra mit Lammfleisch und Hanaas köstlichem Reis – viele haben sich begeistert das Rezept notiert – und zum Dessert Zacharys Süßspeise mit Pistazien. Es war LECKER!

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Die ganzen Köstlichkeiten passten gar nicht auf unsere vorbereiteten Tische, so dass wir spontan noch einen weiteren Tisch aufgebaut haben.

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Aber dann stand einem köstlichen Abendessen in entspannter Atmosphäre und mit netten Menschen nichts mehr im Wege.

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Weil wir so viel früher mit dem Kochen fertig waren als bei den Malen zuvor, gab es nach dem Essen noch ganz viel Zeit zum gemütlichen Zusammensitzen und für viele Gespräche. Am Ende des Abends war gab es bereits neue Pläne für zukünftige private Kochevents und vor allem war die einhellige Meinung: Das war ein schöner Tag!

Dear Hanaa, thanks a lot for this cooking event, you were marvellous and your whole menu was really delicious!

Saeed und Zachary – danke, dass ihr Hanaa unterstützt habt und gemeinsam als Team dieses Über den Tellerrand kochen zu dem gemacht habt, was es war: großartig, entspannt und rundum einfach gelungen.

Ein ganz besonders dickes Dankeschön an Dorothee und Theo Königs, die an diesem Tag aus Termingründen nicht dabei sein konnten, und uns voller Vertrauen die Schlüssel überlassen haben.

Zachary sucht übrigens dringend eine kleine Wohnung für eine Person in Waldniel. Falls jemand etwas hört oder weiß – bitte eine Nachricht in die Kommentare oder an bm@asylkreis-schwalmtal.de. Vielen Dank!

Über den Tellerrand kochen: Syrischer Abend bei Kathrin und Julian

Am 21.08.2016 wurde wieder einmal über den Tellerrand gekocht – dieses Mal in Amern bei Kathrin und Julian. Chefkoch war einmal mehr Zacharias Mustafa aus Damaskus, der sich – wie die Fotos zeigen – wieder einmal selbst übertroffen hat.

Die Organisation dieses Kochevents war übrigens großartig. Ich hab die beiden Gastgeber und den Koch in einer Whatsapp-Gruppe zusammengebracht und von dem Moment an haben sie alles selbst organisiert.  Das hatte so etwas wunderbar Selbstverständliches. So wünschen wir uns das von Über den Tellerrand. Toll!

Gastgeberin Kathrin hat uns dankenswerterweise einen kleinen Bericht und einige Fotos geschickt, die wir hier veröffentlichen dürfen.

Getreu dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ haben wir am Sonntag erfolgreich bewiesen, dass eine 8-m²-Küche kein Hindernis ist, um mit sieben Personen über den Tellerrand zu kochen.

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Eine Woche zuvor haben wir bereits Besuch bekommen. Chefkoch Zacharias aus Damaskus, der aktuell in Waldniel wohnt, kam uns besuchen, um erste Kontakte zu knüpfen und kurz zu besprechen was gekocht wird.

Wir verabredeten uns, um einen Tag vor dem Kochevent gemeinsam shoppen zu gehen. Die Einkaufsliste war ganz schön lang, aber Zacharias kennt sich in seiner neuen Heimat bereits super aus und wusste genau, was wir zum Kochen brauchten. Nach zwei Stunden hatten wir alle Zutaten für ein syrisches Festmahl beisammen.
Zur Verstärkung brachte Zacharias seinen Bruder Nashat, der gerade in Goch lebt und seinen früheren Nachbarn Fadi aus Damaskus, der zurzeit in Bochum wohnt, mit. Gerade bei uns die Tür reingekommen, wussten sie sofort, was zu tun war und ohne lange Reden wurde gleich losgelegt.

Voller Tatendrang haben wir gemeinsam mit unseren syrischen Spitzenköchen und unseren deutschen Freunden Kirsten und Ralf aus einer Küche ein kleines Schlachtfeld gezaubert. Gekocht wurde traditionelles, syrisches Essen. Es gab Fatteh (Huhn, Joghurt, Brot, Cashewkerne und jeeede Menge Knoblauch), Indian Kebab (Hackbällchen vom Lamm und Rind in einer Tomatensoße), frittierte Lammrippen und Tabouleh, ein Salat aus Petersilie, Tomaten, Bulgur und Pinienkernen.

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Jeder konnte ein bisschen was zum Kochen beitragen und es fiel leicht, währenddessen in einem wilden Mix aus Deutsch und Englisch ins Gespräch zu kommen. Verstehen können die Drei nämlich nahezu alles auf Deutsch und auch das Sprechen und Schreiben gelingt ihnen beachtlich gut – Hut ab, denn keiner von ihnen hatte bis jetzt die Möglichkeit einen Sprachkurs zu besuchen.

Aber nicht nur Fremdsprachen scheinen ihre Stärke zu sein, auch kochen können sie alle unglaublich gut. Beim Essen waren wir uns direkt einig, dass die syrische Kochkunst superlecker ist. Kein Wunder also, dass von den überdimensionierten Portionen kaum ein Happen übrig blieb.

Im Anschluss gab es klassische, deutsche Herrencreme, die beim Verfolgen der YouTube-Videos über das moderne Damaskus verzehrt wurde – ein gelungener Abschluss für einen tollen Tag.

Über den Tellerrand kochen: Syrien

Am 21.05. hatten Marcel und Kerstin Kessels aus Waldniel zu einem ÜberdenTellerrandkochen in ihr Haus eingeladen. Chefkoch war Ahmad Zachary Mustafa aus Damaskus, der seine Freunde Razan Al Khaldie und Hazem Hadidi mitgebracht hatte. Außerdem dabei ein weiteres syrisches Ehepaar – Amwar Tamin und seine Frau Shiraz. Die beiden waren extra aus Hardt gekommen – ÜberdenTellerrand Schwalmtal ist mittlerweile über unsere Ortsgrenze hinaus bekannt und begehrt. 🙂

Wir hatten traumhaftes Wetter, so dass wir die ganze Zeit draußen sitzen und essen konnten.

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Aber bis es soweit war, dass wir vor einem reich gedeckten Tisch mit allerlei syrischen Köstlichkeiten sitzen konnten, hatten wir erst noch einiges vorzubereiten. Fatush, Mutabal, Mariya und Kousa bi Laban sollte es geben. Dazu leckerer auf syrische Art zubereiteter Reis.

Zur Vorbereitung traf man sich dann doch im Haus – in der Küche werkelten die syrischen Männer.

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Alle anderen wurden von Chef Zachary mit den verschiedensten Vorbereitungen beschäftigt. Das erinnerte zuweilen jedoch eher an eine Bastelwerkstatt als an ein Kochevent.

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Vor allem das Aushöhlen der Zuccini für Kousa bi Laban (=mit Lammhack gefüllte Zucchini in gekochtem Joghurt) ohne geeignetes Werkzeug stellte die ÜdTk’ler vor eine Herausforderung. Aber einmal mehr bewahrheitete sich der Spruch: Not macht erfinderisch. Kreativ zweckentfremdete man Korkenzieher oder setzte sogar handfestes Werkzeug ein, dass von der letzten Renovierungsaktion im Haus der Gastgeber noch vorhanden war.

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Auf diese Weise wurden viele viele Zucchini ausgehöhlt – für jeden drei Stück! – und mit Lammhack gefüllt. Die frittierten Zucchinis wurden dann in einer Joghurtsauce gekocht und serviert. LECKER!

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Fatoush, ein gemischter Salat mit geröstetem Brot und Mutabal – eine Auberginencreme – entstanden ebenfalls in Gemeinschaftsarbeit und waren nicht nur lecker, sondern auch – wie viele Gerichte in der syrischen Küche – eine Augenweide. Ich bin sicher, dass unser Sprichwort: ‚Das Auge isst mit‘ syrischen oder arabischen Ursprung hat.

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Dazu gab es besonders gut schmeckend gewürzten Reis, den die Syrer gemeinsam mit Fadennudeln kochen. Das macht ihn besonders locker und gibt ihm eine interessante Färbung.

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Und wer jetzt schon denkt – meine Güte, das war aber viel, was dort serviert wurde, der war noch nie bei einem ÜberdenTellerrand-Event.  Denn es fehlt ja noch Mariya, was man auch ‚belegtes Brot“ nennen könnte, oder auch Sandwich, überbacken auf syrische Art. Mariya ist syrisches Brot, dünn gefüllt mit einer Lamm-Petersilie-Mischung, was dann im Ofen knusprig gebacken wird.

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Es schmeckt köstlich! Ich erzählte dem Koch ganz stolz, dass ich neulich auch Mariya gemacht hatte und zwar nach einem Rezept aus Fadis Kochbuch, das wir hier auch schon einmal vorgestellt haben.

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Und musste einmal mehr erfahren, wie klein die Welt doch ist. Zacharias Mustafa, studierter Touristikmarketingmanager (der übrigens gerne eine weitere Ausbildung im Hotelfach hier irgendwo zwischen Schwalmtal und Düsseldorf machen würde …) und Parttime-Koch in der Über den Tellerrand Community Schwalmtal kommt wie Chef Fadi Alauwad aus Damaskus und kennt ihn sogar persönlich.

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Wer dieses Kochbuch kauft, erhält nicht nur ein liebevoll gemachtes Buch mit lauter alltagstauglichen Rezepten aus Syrien, sondern tut auch gleichzeitig etwas Gutes. Denn der Erlös vom Verkauf dieses Buches geht vollständig an die Syrienhilfe e.V.

Nach etwa drei Stunden gemeinsamer Arbeit war unser Festmahl bereitet und der Tisch gedeckt.

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Wir aßen und schlemmten und redeten und lernten eine Menge voneinander. Da vor allem Zacharias nach nur sechs Monaten in Deutschland richtig gut Deutsch spricht, konnten wir uns auch schon richtig angeregt unterhalten. Wir erfuhren viel vom Leben in Damaskus, wir lernten einiges über die Motive der Gläubigen beim Ramadan und dass viele in Damaskus Bayern München Fans sind.

Am nachhaltigsten aber war wieder einmal das Gefühl zu erleben, dass Liebe durch den Magen geht und dass in einem guten Essen nach einem Rezept von der Oma ein Stück Heimat steckt. Zachary schreibt über sich selbst an anderer Stelle:

„My House has been Destroyed by a War,The Sea throw Me away,But my Soul still sleeping there. Syria.“

Lieber Zachary, das konnte man sehen, schmecken und spüren. Danke!

Danke auch an alle, die dabei waren. Und danke vor allem an Kerstin und Marcel Kessels für die bereits zweite Einladung zum ÜberdenTellerrandkochen in ihrem Haus.

 

 

Über den Tellerrand kochen: Nigeria

Am 2. April haben wir endlich auch mal wieder bei uns zu Hause über den Tellerrand gekocht. Nachdem uns die arabische Küche mittlerweile schon sehr vertraut ist, wollten wir nun mal etwas ganz anderes kennenlernen.

Felix Brown aus NigeriaIMG_4881 war an diesem Tag unser Chefkoch, sein Outfit erinnerte ein wenig an einen Schlumpf, wäre aber bei einer Prüfung durchs Gesundheitsamt sicher positiv aufgefallen. 🙂 Felix hatte echte nigerianische Hausmannskost für uns ausgesucht: Peppersoup. Die Suppe, die in Nigeria gekocht wird, wenn man krank ist. Die Suppe, bei der selbst die Schärfegewohnten Afrikaner ins Schwitzen geraten. Und die Suppe, die garantiert nichts für Vegetarier ist. Denn sie besteht in der Hauptsache aus Fleisch. Und zwar aus allem, was gerade so da ist – in Afrika durchaus auch mal Rüssel – in Deutschland eben aus allem, was der türkische Metzger so in seiner Auslage liegen hat.

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Ich war beim Einkauf dabei und so gab es doch vorwiegend gutes Rindfleisch, das in der Suppe landete. Außerdem je ein Pfund Hähnchenherzen und -mägen. Rinderzunge und Kuhbein ließen wir nach einiger Diskussion dann doch zurück. Im afrikanischen Laden kauften wir neben dem leckersten Basmatireis, den ich jemals aß, außerdem auch noch Stockfisch.

Aus Fleisch, Fisch, Zwiebeln und unzähligen Pfefferschoten kochte Felix einen riesigen Topf Peppersoup, den ich leider erst fotografiert habe, als man schon fast den Boden sah.

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Wegen der Schärfe gabs Reis zur Suppe und wir Deutsche wünschten uns außerdem noch einen Salat. Dessen Zubereitung delegierte Chefkoch Felix vollständig an seine deutschen Kochassistenten, die bereitwillig schnippelten. Im Übrigen auch die Berge an Zwiebeln, die er für seine Peppersoup benötigte.

Das Dressing für den Salat übernahm unser Orgateam-Mitglied Gertrud Hinkes*, die virtuos aus den Zutaten, die meine Küche so hergibt, ein interessantes und wohlschmeckendes Dressing zauberte. IMG_4879

Gegen 18.30 Uhr war es dann so weit, die Peppersoup war fertig, wir konnten essen. Mittlerweile war auch unsere Gästerunde vollzählig: Felix und Bangaly aus Nigeria,  Mamadou und Dember aus Guinnea, Saeed aus Syrien, Donna und Lynn aus Schweden sowie Magdalena, Robert, Gertrud, Karl, Kerstin, Marcel, Claudia, Biggi und Frank aus Deutschland. Wir waren zuviele für unseren Esstisch, also stellten wir noch eine Bierzeltgarnitur auf.

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Während alle viel Reis benötigten, um die Schärfe des Eintopfs abzumildern, und viele mehr Reis als Fleisch aßen, zeigte uns Felix, wie so eine ordentliche Portion Peppersoup bemessen ist und dass  man Tee aus frischer Minze gegen die Schärfe trinkt. Minze kühle den Magen.

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Zum Nachtisch gab es eine wunderbare Biskuittorte mit Erdbeersauce, die Magdalena für uns gebacken hatte.

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Im Hintergrund sieht man auf dem Foto eine Karaffe mit „Tussi-Likör“ – ein von Kerstin aus unserem Orga-Team selbstgemachter Sahne-Maracuja-Traum und für unsere afrikanischen Gäste auch eine Über-den-Tellerrand-Erfahrung.

Es war ein toller Nachmittag und Abend und ich danke allen fürs Dabeisein. Vor allem aber auch fürs großzügige Füttern unserer ÜberdenTellerrand-Spendensau.

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*Werbung

Gertrud Hinkes betreibt einen professionellen Kochservice. Sie ist  deshalb perfekt aufgehoben bei uns im Orgateam der Über den Tellerrand-Community Schwalmtal.

Wer im Raum Schwalmtal mal professionelle Hilfe in der Küche braucht:

Gertrud Hinkes
Kochservice Aubergine
Lüttelforster Str. 40
41366 Schwalmtal
Tel. 02163 8892477
e-mail: kochservice.aubergine@outlook.de

Über den Tellerrand kochen: Somalia

Danke an die Gastgeberin Gertrud Hinkes für ihren ausführlichen Gastbeitrag, den wir gerne in seiner ganzen Länge veröffentlichen. Zeigt er doch wunderbar, dass es nicht immer ganz so leicht ist, die Kulturen zusammen zu bringen, dass es sich aber in jedem Fall lohnt, es beständig zu versuchen. 🙂 

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20.02.2016 – ein somalischer Tag bei Gertrud und Karl

Der so lange geplante somalische Tag bei uns hat nun nach einem sehr langen Vorlauf und einigen Schwierigkeiten bei uns zu Hause endlich stattgefunden.

Aber zunächst zurück auf den Anfang.

Nach meiner Anmeldung beim Asylkreis im September 2015 war schnell klar, daß ich beim „Kochen über den Tellerrand“ mitmache. Es sollte somalisch gekocht werden, mit Asiya (alleine in Deutschland) und einer Familie (Abdirahman, Farhiya und 3 Kinder unter 5 Jahren.  Die Menü-Findung war ein wenig abenteuerlich, weil es kaum Rezepte gab, meist nur eine grobe Aufzählung der wesentlichen Zutaten. Als Termin haben wir den 05.12.2015 vereinbart.

Kurz vor dem 05.12. wollte ich mich noch einmal telefonisch melden. Mit Farhiya und Asiya wollte ich am 04.12. einkaufen und am 05.12. ab ca. 12:00 kochen und gegen 16:00 wollten wir alle gemeinsam essen.

Gesagt getan. Etwa 1 Woche vor dem Termin habe ich mich bei Familie Muhumed telefonisch gemeldet. Abdirahman berichtete mir, dass er zurzeit den Führerschein macht und deswegen am 05.12. leider keine Zeit hat. Damit war der Termin gestorben. Wir haben Abdirahman zwar nicht zum Kochen benötigt, aber er sollte während der Zeit die Kinder „hüten“. Ein späterer Termin im Dezember war wegen seines Führerscheins leider auch nicht möglich. Also haben wir das Kochen bis Januar 2016 auf Eis gelegt. Asiya habe ich informiert und die eingeladenen Gäste wieder ausgeladen.

Im Januar 2016 haben wir einen neuen Termin vereinbart, den 20.02.2016. Eine Woche vor dem 20.02. habe ich die genaueren Zeiten mit den Somalis abgestimmt. Immer noch alles in „Butter“.
Schnell waren auch weitere Gäste gefunden, 2 Paare aus dem Asylkreis. Leider bekam ich dann bis kurz vor dem Termin von allen aus den unterschiedlichsten Gründen eine Absage.
Ich stand dann etwas ratlos da. Absagen wollte ich den Termin nicht schon wieder. Nach einigen Telefonaten hatte ich ein Ehepaar (Katharina und Wilhelm) gefunden, das spontan zugesagt hat.
Am 19.02. bin ich gegen 15:30 mit Asiya und Farhiya zum Einkaufen aufgebrochen, geplant war 14:00, aber in Somalia ticken die Uhren halt anders. Von Asiya habe ich während des Einkaufs erfahren, daß sie eine befreundete Somalierin (Aischa) mitbringt. Das kam zwar überraschend, aber es war ja noch Platz am Tisch.
Es ging nach Mönchengladbach in die Innenstadt zu einem türkischen Lebensmittelladen. Es war schon sehr abenteuerlich mit den beiden Damen einzukaufen. Nach einigen hin und her im Laden und einigen Diskussionen über die Einkaufsmenge (z.B. benötigen wir wirklich 5 kg Reis?), sind wir glücklich mit unseren Einkäufen nach Waldniel zurück. Die noch fehlenden Zutaten haben wir beim Discounter erstanden.

Am nächsten Tag teilte mir Katharina mit, daß ihr Mann fast bewegungsunfähig sei. Aber sie wollte trotzdem kommen. Wieder ein Gast weniger!

In meiner Küche habe ich, soweit möglich, alles vorbereitet: Begrüßungs-Smoothie gemixt, Gemüse gewaschen, Zutaten zusammengestellt, Ölflaschen nachgefüllt, Mülleimer geleert usw.
Gegen 12:00 wollte ich Asiya, ihre Freundin Aischa und die vorbereiteten Sambusa abholen. Aischa kam nicht mit, weil sie stark erkältet war, dafür hatte Asiya aber nicht nur Sambusa sondern noch eine weitere Art von Teigtaschen und einen Bohnensalat mit Reis vorbereitet. Ich dachte nur, wer soll das alles essen? Das Abholen von Farhiya hat reibungslos geklappt. Allerdings war sie erkältet, fühlte sich aber einigermaßen fit für unsere Kochaktivitäten.

Bei mir zu Hause angekommen, wollte ich den beiden zunächst meine Küche erklären und mit ihnen in Ruhe einen Smoothie trinken. Keine Chance! Beide haben sich ohne Umschweife direkt an die Arbeit gemacht.

Asyia aus Somalia
Asiya auf dem Hochstuhl, den sie sofort für sich entdeckt und nicht mehr hergegeben hat.

Innerhalb kürzester Zeit war Hektik ausgebrochen. Farhiya hat das Kommando übernommen. Ich konnte nicht schnell genug alles Benötigte an Behältnissen, Messern, Brettern usw. herbeischaffen. Zusätzlich bekam ich einige Schnippelaufgaben übertragen. Teilweise musste ich mich zur Wehr setzen, weil das eine oder andere Farhiya nicht schnell genug ging: Mach den Topf mit dem Pudding leer, ich benötige den für den Reis.

Farhiya beim Frittieren des Gemüses
Farhiya beim Frittieren des Gemüses

Zwischendurch habe ich immer wieder gespült, aufgeräumt, den Herd sauber gewischt, damit nicht das totale Chaos ausbricht.
Die größten Schwierigkeiten hatten die beiden Damen mit dem Induktionsherd. Sie wollten ihn nicht selbst bedienen und haben den Herd auch immer wieder ausgeschaltet. Alles Erklären half nichts. Ich habe an diesem Tag gefühlt 100 mal den Herd eingeschaltet und die Temperatur geregelt.

Gegen 14:00 kam Katharina und hat mich tatkräftig unterstützt. Ich war richtig froh über die Hilfe.

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Gegen 15:00 hatten wir das Essen fertig. Mit Abdirahman habe ich die Abholung der restlichen Familie für 15:45 vereinbart. Gegen 15:30 rief er zurück und bat um etwas mehr Zeit.

Trotz schlechtem Wetter (es regnete ohne Unterlass) habe ich den Rest der Familie sicher und heil nach Waldniel gebracht. Zunächst haben wir uns alle mit einander bekannt gemacht. Die 3 Kinder (Fatuma, Yusuf und Jasir) waren noch etwas zurückhaltend.
Asyia und Farhiya haben das Essen auf unserer Küchentheke aufgebaut, ein farbenprächtiger Anblick und der machte uns Appetit.

Asyia und Farhiya haben das Essen auf unserer Küchentheke aufgebaut, ein farbenprächtiger Anblick und der machte uns Appetit.
Asyia und Farhiya haben das Essen auf unserer Küchentheke aufgebaut, ein farbenprächtiger Anblick und der machte uns Appetit.

Diese Gerichte hatten wir in den letzten 4 Stunden vorbereitet bzw. wurde von Asiya mitgebracht

o    Im Ofen gebackenes Lamm
o    Hackfleischsoße mit afrikanischen Gewürzen
o    Spaghetti
o    Basmatireis mit frittierten Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln, gefärbt mit roter und grüner Speisefarbe
o    Maismehlbrei
o    Bunter Salat mit Eisbergsalat, Tomaten, Gurken, Paprika, gekochtem Ei und einer Marinade aus Mayonnaise, Essig und Gewürzen
o    Sambusa: mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen, frittiert
o    Frittierte pikant gewürzte Teigbällchen
o    Bohnen-Reis-Salat
o    Verschiedene Würzpasten
o    Vanillepudding mit Kardamon, Ananas und Banane

Jeder hat sich reichlich bedient. Die 3 Kinder haben sich um ihre Mama gescharrt und wurden von ihr mit der Hand gefüttert. In der Tat für uns ein sehr ungewohnter Anblick. Zum Schluss selbst hat dann auch Farhiya etwas zu essen bekommen.

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Gemundet hat uns das Essen sehr. Aber es war einfach zu viel. Es hätten locker noch 5-6 weitere Personen an der Tafel sitzen können. Für Asiya und Farhiya habe ich jede Menge von unserem Essen eingepackt. Katharina hat Asiya nach Hause gefahren und ich die Familie Muhumed. Mein Auto war bis zur Halskrause gefüllt, 2 Erwachsene, 3 Kinder und ein Kindersitz.

Anschließend haben Katherina, Karl und ich noch ein wenig den Tag Revue passieren lassen und einen Absacker getrunken. Nachdem Katharina sich verabschiedet hatte, haben Karl und ich die Küche aufgeräumt, das meiste war jedoch schon zwischendurch geschafft. Also waren wir bald fertig.

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Fazit:

Es war ein interessanter, sehr anstrengender Tag. Mit Familie Muhumed habe ich vereinbart, dass wir das Essen noch einmal wiederholen, dann aber ohne Kinder. Wir müssen nur einen Babysitter für die Kinder besorgen. Schließlich sollen sich die Eltern auch mal einen entspannten Tag gönnen.