Gesundheitsfürsorge

Flüchtlinge haben nur einen eingeschränkten Zugang zu unserem Gesundheitssystem. In den ersten 15 Monaten dürfen sie nur mit einem Berechtigungsschein, der durch das Sozialamt ausgestellt wird, einen Arzt aufsuchen. Danach bekommen sie eine Gesundheitskarte, aber ebenfalls mit einem eingeschränkten Leistungsangebot.

Letztlich dürfen nur akute Erkrankungen behandelt werden. Ziel der Behandlung ist eine Behebung des akuten Problems. Die Behandlung chronischer Erkrankungen ist nur insoweit gesichert, als lebensnotwendige Therapien gewährt werden müssen.

Nun sind die meisten Flüchtlinge zwar jung, kräftig und gesund, aber trotzdem können ernste Erkrankungen vorliegen. Sei es der Leberbefall durch einen Bandwurm, eine dialysepflichtige Nierenschwäche, Wachstumsverzögerungen wegen einer Nierenschwäche, ein Herzinfarkt und entgleiste Zuckerwerte, dies alles sind nur einige der uns vertrauten Probleme im Alltag unserer Migranten.

Wir vom Asylkreis vermitteln hier unbürokratisch und Problem orientierte  Hilfe und Unterstützung.

Schwangere Frauen werden durch eine ehrenamtlich tätige Hebamme begleitet.

Ein großes Problem stellen die psychischen Erkrankungen dar, die oftmals durch Erlebnisse auf der Flucht ausgelöst oder verstärkt werden können. Ein Stichwort hier ist der Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung, PTBS. Hier wurde durch den Asylkreis eine Kooperation mit der Migrantenambulanz der LVR Klinik für Psychiatrie in Viersen-Süchteln  initiiert, die nun in Brüggen einen Außenstelle betreibt und hier ortsnah und zeitnah Menschen mit seelischen Erkrankung sehen kann.

Wir haben einige Mediziner im Team, die ihr Fachwissen im Bedarfsfall zur Verfügung stellen. Sie können das Team ergänzen?

Dann ist dies Ihr Ansprechpartner:

Dr. Thomas Nieberding
Telefon: 02163 450495
E-Mail: Thomas.Nieberding@t-online.de

Oder klicken Sie hier und schicken Sie uns Ihre Anmeldung zur Mitarbeit.  Vielen Dank für Ihr Engagement.

Flüchtlingshilfe in Schwalmtal