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Trommelworkshop: Begeisterte Teilnehmer*innen

Kultur verbindet – das behauptet der Titel der Reihe des Asylkreises mit der wir Menschen die Kultur anderer Nationen näherbringen und ihnen den Weg zueinander erleichtern wollen. Am Samstag den 16.11. fand die letzte Veranstaltung in dieser vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Reihe statt. Wir hatten Fatima die Trommlerin eingeladen einen Trommelworkshop für Interessierte zu veranstalten. Und Fatima kam. Und mit ihr nicht nur viele, viele Trommeln und Instrumente aus vielen Ländern der Welt, sondern gefühlt auch ihr gesamter Hausstand. Ein Tisch, ein großer Sonnenschirm, alles, was man für eine marokkanische Teepause braucht, Kleider, Schmuck und Utensilien aller Art – unglaublich, dass das alles in ihren kleinen Kastenwagen passte.

Dass es ein fröhlicher und entspannter Nachmittag werden würde, war uns schon beim Vorbereiten des Raumes klar. Mit Fatima ist einfach immer gute Laune mitgebucht. Und so hatten auch die Teilnehmer*innen von der ersten Minute an Spaß am Trommeln und auch am Zuhören der vielen Geschichten, die Fatima erzählte. Geschichten von ihren Anfängen in Deutschland vor mehr als 25 Jahren, von ihren Erlebnissen in Marokko damals und heute, Geschichte von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Ihr Appell: Bleibt neugierig aufeinander, stellt Fragen, redet.

Aiyo und Dominique, deren Mutter sich angemeldet hatte, aber wegen Krankheit nicht dabei sein konnte (leider mussten einige wegen Krankheit absagen). Da sich die beiden aber sehr gefreut hatten, dass ihre Mama sie mitnehmen wollte, haben wir sie abgeholt, damit sie trotzdem dabei sein konnten. An dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an Fatima, die die beiden 6 und 7 Jahre alten Geschwister immer wieder einbezogen hat und so half, dass es den Kindern zwischen den Erwachsenen nicht langweilig wurde. Im Gegenteil, sie waren wie die Großen den ganzen Nachmittag mit Freude und Spaß dabei.

Fatima und ihr Assistent laden zur Teepause. 

Fatima war unlängst erst in ihrer Heimat in Marokko und servierte den Tee hier mit frischer marokkanischer Minze. Ebenso hatte sie köstliche, direkt aus Marokko importierte Datteln für alle mitgebracht. 

Kleine Pausen gab es mehrere und die hatten die Teilnehmer*innen auch wirklich nötig. Denn Trommeln kann anstrengend sein. Eine Frau sagte: „Es ist so anstrengend, wie man es für sich macht.“ Da sich aber alle von Fatimas Temperament anstecken ließen, waren auch alle immer wieder froh, über die kurzen Pausen.

Wer nun denkt, alle hätten die ganze Zeit im Stuhlkreis vor ihren Trommeln gesessen, der irrt. Denn Fatima hatte die unterschiedlichsten Instrumente dabei und alle konnten alles ausprobieren. 

Am Ende der Veranstaltung gab es noch eine Art „Krönungszeremonie“. Proudly present die Majestäten Aiyo und Dominique – ihres Zeichens Königin und König von Marokko. Quasi majesties for a moment. 🙂

Vielen Dank Fatima! Merci beaucoup! Shukraan jazilaan,  .شكرا جزيلا

Unser Dank geht natürlich auch an alle Teilnehmer*innen des Workshops. Es war klasse, euch allen zuzusehen und zuzuhören.

Möglich wurde diese Veranstaltung in unserer Reihe „Kultur verbindet“ durch eine Förderung im Rahmen des Programms „Demokratie leben“.

 

 

Begegnungsstätte SoFaLo schließt zum 31.12.2019

Wir hatten uns viel davon versprochen und haben Anfang des Jahres mit großem Enthusiasmus das SoFaLo eingerichtet. Eine Begegnungsstätte sollte es werden. Ein Raum, in dem wir uns treffen, wo wir miteinander reden, spielen, lernen. Drei Mal in der Woche verbrachten wir jeweils 2 bzw. 4 Stunden dort. Meistens verbrachten wir die Zeit mit Warten. 🙂 Warten auf Menschen, die unsere Einladung annahmen: Komm sprich Deutsch mit uns.

Das Interesse war zu gering, die Resonanz ist sogar rückläufig. Wir schließen deshalb unser Angebot „Asylkreis im SoFaLo“ zum Ende des Jahres. (Das betrifft natürlich nicht das Falkenlokal – die Falken bleiben im SoFaLo.)

Neuer Treffpunkt Jour fixe

Damit brauchen wir auch einen neuen Ort für unseren Jour fixe – schon ab dem 28.11.2019 treffen wir uns jeden Donnerstag um 19.00 in der Naafi, Dülkener Str. 202, im Schulungsraum 2.

Schwalmtaler*innen beim Schwalmtaler Sommernachtstraum

©Susanne Neuls

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Was als kleine Idee begann – „lasst uns eine kleine Fotoausstellung mit Geflüchteten machen“ – mausert sich gerade zu einem richtig coolen interkulturellen und interaktiven Kulturprojekt. Der Asylkreis hat sich zusammengetan mit der Griechischen Elternvertretung Waldniel. Gemeinsam organisieren wir eine Fotoausstellung in zwei Teilen, die ab sofort vorbereitet und im August am Sommernachtstraumwochenende (14.-16.8.) dann im Rathaus installiert werden wird. Dort ist sie dann drei Wochen lang zu sehen, bevor sie im Anschluss weiter durch die Gemeinde wandert. (So wir denn weitere Ausstellungsflächen finden).

Das Organisationsteam für dieses zweiteilige Ausstellungsprojekt besteht aus Werner Lüders (Fotos), Susanne Neuls (Künstlerische Leitung), Biggi Mestmäcker (Text und Öffentlichkeitsarbeit) und Zoe Niomanaki (Idee, Konzept und Fotos des ersten Teils der Ausstellung).

Im Online-Magazin leben-in-schwalmtal.de dokumentiert Biggi Mestmäcker das Making-of dieser Ausstellung und erzählt im Laufe der nächsten Monate die ein oder andere Geschichte rund um die Schwalmtaler*innen, hier ist der erste dieser Beiträge.