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Infos zum Schwimmunterricht in vielen Sprachen

Es ist sehr wichtig und kann lebenswichtig sein, dass alle Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen. Damit Eltern und Kinder wissen, was auf sie zukommt, was dort geschieht und was man mitbringen sollte, gibt es jetzt die Schwimmfibel.

Die Fibel „Schwimmen lernen in der Schule – einfach und sicher: Zweisprachige Tipps und Informationen für Kinder und Jugendliche mit wenig Schwimmerfahrung“ steht aktuell in 8 Sprachen zum Download zur Verfügung:

Es existiert ebenfalls die Möglichkeit, die Schwimmfibel über den  Servicebereich der Unfallkasse NRW zu bestellen.

Wunderbar! Lesung mit Suleman Taufiq

Wunderbar – mit diesem (seinem ersten deutschen) Wort eröffnete der syrische Schriftsteller Suleman Taufiq am vergangenen Samstag im evangelischen Gemeindezentrum in Waldniel seine nachmittägliche Lesung.

Wunderbar – dachten sich auch die Organisatoren. Denn wenn man im bereits großzügig bestuhlten Saal noch weitere Stühle braucht, dann ist das für die Veranstalter einfach wunderbar.

Ja, man es getrost so sagen, „Kultur verbindet“, die neue Reihe des Asylkreises Schwalmtal ist erfolgreich gestartet. 60 Menschen  waren gekommen, um Suleman Taufiq zuzuhören. Mit einem Wort: Wunderbar!

Der vollbesetzte Gemeindesaal Foto: Heinemann-Nieberding

„Die Nacht heißt الليل (al layl)“

Begrüßung und Einführung durch Dr. Thomas Nieberding Foto: Brunkau

Dr. Thomas Nieberding begrüßt die Anwesenden und stellt in seiner kleinen Ansprache noch einmal die Idee hinter der Veranstaltung heraus: Menschen zueinander bringen, Einblicke in eine fremde Kultur geben und so Verständnis füreinander erleichtern. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht wissen, wie sehr das mit dieser Veranstaltung gelingen würde. Denn ganz am Schluss lauschten die Deutschen im Publikum dem langen Vortrag des Gedichtes „Die Nacht“, das sie zuvor auf Deutsch gehört hatten, nun sogar gebannt auf Arabisch.

Foto: Mestmäcker

Suleman Taufiq hatte einige seiner Werke mitgebracht und einen kleinen Büchertisch bestückt. Erzählungen, Gedichte und auch Kinderbücher waren dabei. Die Auswahl der Bücher machte die Vielseitigkeit des Autors deutlich, der bereits in 1971 zum Studium nach Deutschland kam und seit 1986 als freier Publizist und Autor in Aachen lebt. Man nenne ihn dort in Aachener Mundart einen „Öcher Syrer“, erzählte er schmunzelnd.

Foto: Heinemann-Nieberding

Schmunzeln musste das Publikum mehr als einmal auch bei seiner Lesung aus seinem Buch „Café Dunya. Ein Tag in Damaskus“. Eine Hommage an seine Heimatstadt und eine Reise durch das Gedächtnis Syriens.  Mit feiner Beobachtungsgabe und leisem Humor beschwor er stimmungsvolle Bilder aus einer versinkenden, orientalischen Lebenswelt. Gerne hätte man seinem kurzweiligen Vortrag noch weiter zugehört.

„Heimat ist Erinnerung, Fremde ist Leben“

Im Anschluss las er dann noch einige Gedichte aus seinem neuen Gedichtband „Ich zähme die Hoffnung“.  Schlichte, aber gerade deshalb oft sprachgewaltige Verse, getragen von Melancholie. Taufiq ist ein wirklicher Wortkünstler, ein wahrer Dichter, dem es gelingt, Sprache im wahrsten Sinne des Wortes zu verdichten. In seiner Poesie stecken in oft ganz einfachen, kurzen, ja dichten Sätzen große Weisheit und Weisheiten. Am meisten beeindruckt hat mich an diesem Nachmittag dieser Satz: „Heimat ist Erinnerung, Fremde ist Leben.“

„Alles ist Liebe“

„Alles ist Liebe“ lautet der Titel eines Gedichtes, das Taufiq ebenfalls zu Gehör brachte. Und weil Liebe sprichwörtlich auch durch den Magen geht, freuten sich alle am Schluss der Lesung über das bereitgestellte Baklava und den Tee aus frischer Minze.

Es war durchweg spürbar, die sich anschließende lebhafte Diskussion in zwei Sprachen hatte es ebenfalls gezeigt, der Asylkreis Schwalmtal hat den Titel für seine Reihe passend gewählt: Kultur verbindet. Und – um es mit Taufiqs erstem deutschen Wort zu sagen: das ist einfach wunderbar.

 

 

 

Neue Begegnungsstätte: Asylkreis im SoFaLo

Ab sofort hat der Asylkreis ein Zuhause und Schwalmtal einen neuen Ort der Begegnung. Seit diesem Monat teilen sich der Asylkreis und die Falken das SoFaLo in der Dülkener Str. 7, bis dato  das Versammlungslokal der Falken. 

In den vergangenen Wochen haben Mitglieder des Asylkreises geputzt, geräumt, eingerichtet und dem Raum eine gemütliche Atmosphäre verschafft. Neben Kaffeeautomat und Teekocher, vielen Kissen und Adventsschmuck gibt es aber auch vom Drucker und  Scanner über den PC alles, was man braucht, um zum Beispiel ein Anschreiben oder einen Lebenslauf zu schreiben und Zeugnisse für die Bewerbung einzuscannen. Natürlich gibt’s während der Öffnungszeiten auch Wlan.

Aktuell an drei Terminen in der Woche lädt der Asylkreis nun Geflüchtete und Beheimatete ein, sich im SoFaLo auf einen Tee oder Kaffee zu treffen, offene Fragen zu klären oder auch einfach nur mal miteinander zu reden.

Wir starten zunächst einmal ganz entspannt mit einem offenen Angebot zur Begegnung.

Die Öffnungszeiten:

  • Dienstag von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr
  • Donnerstag von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr
  • Samstag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Während dieser Öffnungszeiten ist das SoFaLo auch unter der Telefonnummer 0 21 63/57 58 513 zu erreichen. 

Wenn es auf Interesse stößt und regelmäßig Menschen zu uns kommen, werden wir auch verschiedene Programmpunkte anbieten – Lesungen, Filme, Spieleabende, Deutschunterricht, Nachhilfe, Unterstützung bei Bewerbungen, vieles ist denkbar und möglich. Über die weitere Entwicklung werden wir an dieser Stelle und auch vor Ort in Waldniel auf verschiedenen Wegen informieren.

Auch zum regelmäßigen Jour fix jeden Donnerstag um 19.00 Uhr treffen wir uns ab sofort im SoFaLo. An unserer Arbeit Interessierte sind hierzu auch herzlich eingeladen.