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So war’s: Ferienprogramm „Fit in Deutsch“ in Waldniel

Beim Ferienprogramm „Fit in Deutsch“ verbesserten fremdsprachige Kinder zwei Wochen lang in der GGS Waldniel spielerisch ihre Deutschkenntnisse.  25 Grundschülerinnen und -schüler mit geringen Deutschkenntnissen erlebten ein spannendes Ferienprogramm „FIT in Deutsch“, das sie mit Aktivitäten in der Schule und Schulumgebung sprachlich fit für den Alltag und das kommende Schuljahr machte. Das vom Schulministerium entwickelte Angebot will die Sprachbildung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der üblichen Schulzeit ergänzen. Bei uns in Schwalmtal fand dieses Programm vom 5.08.2019 bis zum 16.08.2019 jeweils von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr in den Räumlichkeiten der GGS Waldniel statt. Durchgeführt wurde es von den Lehrerinnen und ausgebildeten Sprachlernbegleiterinnen Frau Heitzer und Frau Gendrisch. Die Kinder kamen aus den verschiedensten Ländern, so dass die Sprache während des gemeinsamen Lernens Deutsch sein musste.

Buntes und vielfältiges Programm

Es wurde gemeinsam gebastelt, gelernt und gespielt.

 

Beim Besuch der Eisdiele konnten sie ihre Deutschkenntnisse bei der Eisbestellung unter Beweis stellen.

Am Anfang der gemeinsamen Ferienzeit wurden Samen eingesät:

Und schon nach wenigen Tagen war köstliche Kresse daraus geworden:

Ihre Deutschkenntnisse konnten die Kinder auch beim Einkauf im Hofladen und beim Besuch des nahegelegenen Bauernhofs erproben. Das eingekaufte Obst wurde dann gemeinsam zu einem frischen Obstsalat verarbeitet. [Dass an diesem Tisch nur Mädchen sitzen, die das Obst für den Salat vorbereiten, ist ein fotografischer Zufall, auch die Jungen haben fleißig mitgeschnippelt.]

 

Ein Highlight war auch der Ausflug zum Brüggener Tierpark.

Der Besuch bei der Feuerwehr war ebenfalls nicht minder spannend. Die Kinder hörten aufmerksam zu, was der Feuerwehrmann über die Arbeit der Feuerwehr zu erzählen hatte. Und dann der Hubwagen … das war natürlich DIE Attraktion des Tages. 

Insgesamt war es eine großartige Aktion. Nicht nur vormittags im Unterricht, sondern während der ganzen gemeinsamen Zeit wurden Sprache und soziales Miteinander unbewusst, aber beständig geübt. So macht Lernen wirklich riesigen Spaß und alle waren traurig, dass die zwei Wochen so schnell vergangen waren.

Wir vom Asylkreis Schwalmtal hoffen sehr, dass das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Viersen auch in zukünftigen Ferien solche Projekte möglich machen kann, die den Kindern und Jugendlichen in der langen Ferienzeit eine Unterstützung im Spracherwerb bieten.  Im Asylkreis hat sich insbesondere Ruth Goedeking dafür eingesetzt, dass dieses Ferienprogramm auch in Waldniel stattfindet und wir danken insbesondere KI Mitarbeiterin Petra Vohsen, dass sie ihrem Drängen nachgegeben und sich für das Projekt eingesetzt hat.

Kultur verbindet: Lesungen für Schülerinnen und Schüler

Davon, dass Kultur tatsächlich verbindet, sind wir vom Asylkreis überzeugt. Haben wir das doch bereits eindrücklich erlebt bei der Lesung von Suleiman Taufiq Anfang des Jahres.  Und auch Musik ist Kultur, die verbindet, was wir jedes Jahr auf dem Begegnungsfest erleben, wenn Fatima mit ihren Trommeln den Markt zum Beben bringt und alle Nationen gemeinsam miteinander tanzen und sich an den Rhythmen freuen.

Foto: Werner Lüders

Und so sind wir auch auf großes Interesse gestoßen, als wir anregten, dass Biggi Mestmäcker für Schwalmtaler Schülerinnen und Schüler aus ihrem Buch Umweg Jakarta liest. Das Interesse war so groß, dass es gleich drei Lesungen an drei Vormittagen für  insgesamt vier Klassen der Schwalmtaler Realschule geworden sind. Möglich gemacht hat diesen Lesemarathon auch eine Förderung im Rahmen des Programms „Demokratie leben“.

Wir freuen uns auf drei tolle, anregende Vormittage in der nächsten Woche, die vier Klassen der Janusz-Korczak-Realschule im Rahmen ihrer Projektwoche im evangelischen Gemeindezentrum in der Lange Straße verbringen werden.

Wie es war, könnt Ihr hier nachlesen.

 

Gewinner/In gesucht!

Am Sonntag haben beim Begegnungsfest auf dem Waldnieler Markt im Rahmen unserer kleinen Verlosung bereits ein Kickboard und ein Einrad den Besitzer und die Besitzerin gewechselt. Der Gewinner oder die Gewinnerin des zweiten Einrades war bei der Verlosung nicht mehr anwesend. Wir suchen also den Besitzer oder die Besitzerin des Loses mit der Nummer   

 

 

 

 

Wer diese Losnummer vorweisen kann, wendet sich bitte per  Mail an thomas.nieberding@t-online.de, damit das schöne blaue Einrad bald seinem Gewinner oder seiner Gewinnerin Freude machen kann.                

3. Begegnungsfest: Kuchenspenden erbeten!

In wenigen Wochen findet unser diesjähriges Begegnungsfest wieder auf dem Marktplatz in Waldniel statt. Der Termin, den man sich merken sollte: Sonntag, den 16.06.2019.

Im vergangenen Jahr hatten wir um Kuchenspenden gebeten und wurden von vielen mit tollen Kuchen beliefert. Auch in diesem Jahr möchten wir wieder ein Kuchenbuffet (wieder süß und herzhaft) anbieten und würden uns sehr über ein Spende freuen. Ein paar Punkte bitten wir Sie zu beachten

  • nur durchgebackene Kuchen wie Hefekuchen, Mürbekuchen, Rührkuchen, etc., frisches Obst kann enthalten sein, aber bitte keine Sahnekuchen wegen nicht vorhandener Kühlung und der unkalkulierbaren Witterung
  • keine Gelatine verwenden oder durch Agar Agar oder ähnliches ersetzen
  • Gerne auch etwas herzhaft Gebackenes wie Zwiebelkuchen, gefüllte Teigrolle, Gemüsekuchen, etc. anbieten, möglichst vegetarisch, auf keinen Fall Schweinefleisch als Zutat
  • Bitte listen Sie die verwendeten Zutaten auf, damit wir bei Nachfrage Auskunft geben können.
  • Der Kuchen kann ab 12:30 am Markt zum Kuchenbuffet gebracht werden.
  • Bitte kleben Sie Name, Adresse + Telefon-Nummer auf die Rückseite ihrer Kuchenplatten, damit wir diese hinterher besser zuordnen können.

Wenn Sie sich mit einem Kuchen beteiligen möchten, dann schicken Sie uns doch bitte eine Rückmeldung mit der Art des Kuchens und den dazugehörenden Zutaten. Bitte wenden Sie sich an Dr. Thomas Nieberding, E-Mail:  thomas.nieberding@t-online.de

Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Spende, damit tragen Sie auf jeden Fall zum Gelingen eines schönen Festes bei.

 

Herzliche Einladung!

Am Sonntag, den 16. Juni 2019 feiert der Asylkreis Schwalmtal wieder sein fröhliches Begegnungsfest mitten in Waldniel. Alle sind herzlich eingeladen, ein paar schöne Stunden auf dem Marktplatz zu verbringen.

Um 14.00 Uhr beginnt das Fest der Begegnung des Asylkreises. Unter dem Motto ‚Miteinander – mittendrin‘ gibt es bis 19 Uhr ein buntes Programm für die Schwalmtaler Bürgerinnen und Bürger. Und natürlich freut man sich auch über Gäste aus den Nachbargemeinden.

Schaschlik, Falafel und Baklava

Für Speisen und Getränke ist gesorgt – Menschen aller Kulturen werden auf Ihre Kosten kommen. Ob Schaschlik-Spieße oder frische Falafel, ob Erdbeerkuchen oder Baklava – wo Menschen vieler Nationen zusammenkommen, kann man auch Gerichte aus aller Welt probieren. Das Kuchenbuffet wird auch in diesem Jahr wieder mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten bestückt sein.

Musikalisch sorgt die Band DRY für Stimmung und die Trommlerin Fatima wird mit allen, die Lust haben, den Markt mit Trommeln zum Beben bringen. Wegen des riesigen Erfolges im vergangenen Sommer wird sie in diesem Jahr sogar zwei Sessions trommeln, also doppelt so lange wie beim letzten Begegnungsfest.

Stelzenlaufen, Gummitwist und einmal feine Dame sein

Auch den Kindern wird es nicht langweilig werden, für sie gibt es wieder ein buntes Angebot mit Hüpfburgen, Kinderschminken und dieses Mal eine ganz besondere Spielecke mit klassischen Kinderspielen von anno dazumal und einer spannenden Verkleidungskiste.

Natürlich informiert der Asylkreis auch über seine Arbeit und steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Der Nachmittag bietet eine gute Gelegenheit all die Fragen zum Thema Flüchtlinge in Schwalmtal zu stellen, die man schon immer einmal stellen wollte und die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea einmal persönlich kennenzulernen.

Beratung für geflüchtete Menschen mit Behinderung

Die Lebenshilfe Kreis Viersen hat eine Beratungsstelle für geflüchtete Menschen mit Behinderung eingerichtet. Dort kann man sich sozialrechtlich beraten lassen. Von Vorteil:  Die Beratungen finden im Rahmen einer aufsuchenden Sozialarbeit in der Hauptsache vor Ort und somit nicht zwingend in Tönisvorst statt. D.h. also, die Sozialarbeiter kommen dahin, wo sie gebraucht werden. 

Das Angebot richtet sich an behinderte, traumatisierte und von Behinderung bedrohte Menschen, die hier Schutz und Asyl suchen, ebenso wie deren Angehörige, Familienmitglieder, ehrenamtliche oder rechtliche Betreuer.

Themenschwerpunkte der Beratung sind:

  • Leistungen der Eingliederungshilfe
  • Leistungen der Jugendhilfe
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Asyl- und Aufenthaltsrecht

Weitere Informationen bietet die Website der Lebenshilfe, wo es u.a. auch Flyer und Infos zum Angebot in fünf verschiedenen Sprachen gibt.

 

 

Infos zum Schwimmunterricht in vielen Sprachen

Es ist sehr wichtig und kann lebenswichtig sein, dass alle Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen. Damit Eltern und Kinder wissen, was auf sie zukommt, was dort geschieht und was man mitbringen sollte, gibt es jetzt die Schwimmfibel.

Die Fibel „Schwimmen lernen in der Schule – einfach und sicher: Zweisprachige Tipps und Informationen für Kinder und Jugendliche mit wenig Schwimmerfahrung“ steht aktuell in 8 Sprachen zum Download zur Verfügung:

Es existiert ebenfalls die Möglichkeit, die Schwimmfibel über den  Servicebereich der Unfallkasse NRW zu bestellen.

Wunderbar! Lesung mit Suleman Taufiq

Wunderbar – mit diesem (seinem ersten deutschen) Wort eröffnete der syrische Schriftsteller Suleman Taufiq am vergangenen Samstag im evangelischen Gemeindezentrum in Waldniel seine nachmittägliche Lesung.

Wunderbar – dachten sich auch die Organisatoren. Denn wenn man im bereits großzügig bestuhlten Saal noch weitere Stühle braucht, dann ist das für die Veranstalter einfach wunderbar.

Ja, man es getrost so sagen, „Kultur verbindet“, die neue Reihe des Asylkreises Schwalmtal ist erfolgreich gestartet. 60 Menschen  waren gekommen, um Suleman Taufiq zuzuhören. Mit einem Wort: Wunderbar!

Der vollbesetzte Gemeindesaal Foto: Heinemann-Nieberding

„Die Nacht heißt الليل (al layl)“

Begrüßung und Einführung durch Dr. Thomas Nieberding Foto: Brunkau

Dr. Thomas Nieberding begrüßt die Anwesenden und stellt in seiner kleinen Ansprache noch einmal die Idee hinter der Veranstaltung heraus: Menschen zueinander bringen, Einblicke in eine fremde Kultur geben und so Verständnis füreinander erleichtern. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht wissen, wie sehr das mit dieser Veranstaltung gelingen würde. Denn ganz am Schluss lauschten die Deutschen im Publikum dem langen Vortrag des Gedichtes „Die Nacht“, das sie zuvor auf Deutsch gehört hatten, nun sogar gebannt auf Arabisch.

Foto: Mestmäcker

Suleman Taufiq hatte einige seiner Werke mitgebracht und einen kleinen Büchertisch bestückt. Erzählungen, Gedichte und auch Kinderbücher waren dabei. Die Auswahl der Bücher machte die Vielseitigkeit des Autors deutlich, der bereits in 1971 zum Studium nach Deutschland kam und seit 1986 als freier Publizist und Autor in Aachen lebt. Man nenne ihn dort in Aachener Mundart einen „Öcher Syrer“, erzählte er schmunzelnd.

Foto: Heinemann-Nieberding

Schmunzeln musste das Publikum mehr als einmal auch bei seiner Lesung aus seinem Buch „Café Dunya. Ein Tag in Damaskus“. Eine Hommage an seine Heimatstadt und eine Reise durch das Gedächtnis Syriens.  Mit feiner Beobachtungsgabe und leisem Humor beschwor er stimmungsvolle Bilder aus einer versinkenden, orientalischen Lebenswelt. Gerne hätte man seinem kurzweiligen Vortrag noch weiter zugehört.

„Heimat ist Erinnerung, Fremde ist Leben“

Im Anschluss las er dann noch einige Gedichte aus seinem neuen Gedichtband „Ich zähme die Hoffnung“.  Schlichte, aber gerade deshalb oft sprachgewaltige Verse, getragen von Melancholie. Taufiq ist ein wirklicher Wortkünstler, ein wahrer Dichter, dem es gelingt, Sprache im wahrsten Sinne des Wortes zu verdichten. In seiner Poesie stecken in oft ganz einfachen, kurzen, ja dichten Sätzen große Weisheit und Weisheiten. Am meisten beeindruckt hat mich an diesem Nachmittag dieser Satz: „Heimat ist Erinnerung, Fremde ist Leben.“

„Alles ist Liebe“

„Alles ist Liebe“ lautet der Titel eines Gedichtes, das Taufiq ebenfalls zu Gehör brachte. Und weil Liebe sprichwörtlich auch durch den Magen geht, freuten sich alle am Schluss der Lesung über das bereitgestellte Baklava und den Tee aus frischer Minze.

Es war durchweg spürbar, die sich anschließende lebhafte Diskussion in zwei Sprachen hatte es ebenfalls gezeigt, der Asylkreis Schwalmtal hat den Titel für seine Reihe passend gewählt: Kultur verbindet. Und – um es mit Taufiqs erstem deutschen Wort zu sagen: das ist einfach wunderbar.