Archiv der Kategorie: Syrien

Klein aber fein über den Tellerrand gekocht

Im November gab es ein kleines ÜberdenTellerrand-Kochen bei einer Waldnieler Bürgerin. Klein nur im Sinne der Personenzahl. In Wahrheit ist es ganz groß, wenn eine Frau allein sich entscheidet: Ich will jetzt Über den Tellerrand kochen, ich möchte neue Menschen kennenlernen. Daniela hat uns dankenswerterweise auch einen kleinen Bericht geschickt.

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Am 13.11.16 wurde in meiner Küche über den Tellerrand gekocht und zwar bis nach Syrien. Mit Zachary hatten wir einen in diesem Thema erfahrenen Koch, den auch die Vorgabe, ein vegetarisches Menü zusammen zu stellen, nicht aus der Ruhe brachte.

Eine Woche vorher durfte ich mich bereits von seinem Können in der Küche überzeugen, als wir uns bei allerlei syrischen Köstlichkeiten zum ersten Kennenlernen trafen. Bei dem Treffen lernte ich auch gleich Abdullah, den „Kochassistenten“ kennen.

Am Tag des großen Kochens vervollständigte meine Freundin Nicola das Kochquartett und wir schälten, schnibbelten, hackten, kochten, frittierten, rührten und amüsierten uns prächtig. Die Kapazitäten meiner Ein-Personen-Küche wurden sowohl platztechnisch als auch ausstattungstechnisch voll ausgeschöpft.

Die angerichtete Tafel war rein optisch schon ein Genuss und geschmacklich einfach nur lecker. Neben zwei Cremes auf Auberginenbasis [Moutabel], gab es frittierte Auberginen, selbstgemachte Brotchips [Fatoush], frischen Salat, frittierten Blumenkohl mit einer sensationellen Yoghurt-Sesamcreme – mein absoluter Favorit!!! – und ein äußerst köstliches, warmes Bohnen-Tomaten-Gericht.

Alles in allem war es ein schöner, witziger, interessanter, leckerer und auch berührender Abend.

Danke an alle Beteiligten!

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Leider gibt es keine Bilder. Daniela schrieb in ihrer Mail: „Leider haben wir keine Fotos.  [ … ] denn wir waren einfach zu beschäftigt mit Kochen und Reden, als dass wir viele Fotos hätten machen können.“

Wir vom ÜberdenTellerand-Team finden: Genau so muss es sein. Da verzichten wir doch sehr sehr gerne auf Fotos. Vielen Dank liebe Daniela für den Bericht!
 

 

 

Im Team über den Tellerrand gekocht

logotellerrandblogAls wir vom Über den Tellerrand kochen-Orgateam vor einigen Wochen Hanaa Alhannoun fragten, ob sie nicht am 8. Oktober unsere Chefköchin sein und gemeinsam mit ihrem Mann Saeed Alhannoun und Zachary Mustafa als ihre Assistenten ein syrisches Menu kochen wolle, sagte sie freudig zu und die beiden anderen schluckten erst einmal:

Assistenten? Ihr Boss eine Frau?

Ja. Genau. 🙂

Gemeinsam erarbeiteten sie ein Menu, dass auch für diejenigen unter uns, die schon häufig syrisch gegessen haben, noch Neues enthielt. Aber dazu später mehr.

KuechenKoenigsZu Gast waren wir wieder bei Königs Küchen in Niederkrüchten, die uns voller Vertrauen ihr vollständig eingerichetetes Küchenstudio überlassen haben und uns auch sonst durch etliche Sachspenden und organisatorische Hilfestellungen unterstützten. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass Über den Tellerrand Schwalmtal in Dorothee und Theo Königs so engagierte Partner gefunden hat. Auch an dieser Stelle einmal mehr: Herzlichen Dank!

Herzlichen Dank auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dieses Mal dabei waren:

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Um 15 Uhr ging es offiziell los, schon um 14 Uhr waren unsere Vorbereitungen in vollem Gange. Geschäftiges Treiben des Kochtrios an der Kochinsel.

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Gegenüber wurden die Willkommensdrinks vorbereitet:

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Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und hat allen geschmeckt.

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Auch die Kinder fanden unseren selbstgemachten alkoholfreien Hugo lecker und waren stolz wie Bolle, dass sie auch ein Glas bekamen.

Ja – wir hatten zum ersten Mal mehrere Kinder dabei und dank unserer Idee eines Kindertisches mit Malstiften, Skubidoo-Bändern, Legokisten und Spielen war das überhaupt kein Problem. Stundenlang haben sich die Kinder beschäftigt und sich weder gelangweilt, noch gestört. Im Gegenteil, auch die Erwachsenen hatten Spaß am Kindertisch gegen die kleinen Syrerinnen Samaa und Rouya ihre Geschicklichkeit im Spiel unter Beweis zu stellen.

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Leider haben wir keine Fotos von diesem Tisch gemacht, als er voll gebaut war mit phantasievollen Legolandschaften und auch keine von den spannenden Spielduellen zwischen Erwachsenen und Kindern.

Währenddessen waren die Vorbereitungen für unser syrisches Menu in vollem Gange. Da wurde geschnippelt, gekocht, gerührt und unsere Chefköchin Hanaa hatte alles im Griff.

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Zwei mussten leider draußen bleiben:

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Blumenkohl und Auberginen wurden vor der Tür im Freien frittiert, um die Ausstellungsräume zu schonen und weder Gäste, noch die Mitarbeiter des Unternehmens am nächsten Werktag nicht mit Frittiergerüchen zu belasten.

Viel früher als bei den letzten Malen – ein Ergebnis der hervorragenden Zeitplanung der Chefköchin – war alles fertig und wartete darauf, von den hungrigen Teilnehmern gegessen zu werden.

Es gab syrisches Moussaka, mit Öl, Zitrone und Knoblauch angemachte Artischockenherzen, frittierten Blumenkohl in einer Sauce aus Tahina und Joghurt, Spinatsalat, Humus, Moutabal und Salat als Appetizer, Okra mit Lammfleisch und Hanaas köstlichem Reis – viele haben sich begeistert das Rezept notiert – und zum Dessert Zacharys Süßspeise mit Pistazien. Es war LECKER!

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Die ganzen Köstlichkeiten passten gar nicht auf unsere vorbereiteten Tische, so dass wir spontan noch einen weiteren Tisch aufgebaut haben.

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Aber dann stand einem köstlichen Abendessen in entspannter Atmosphäre und mit netten Menschen nichts mehr im Wege.

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Weil wir so viel früher mit dem Kochen fertig waren als bei den Malen zuvor, gab es nach dem Essen noch ganz viel Zeit zum gemütlichen Zusammensitzen und für viele Gespräche. Am Ende des Abends war gab es bereits neue Pläne für zukünftige private Kochevents und vor allem war die einhellige Meinung: Das war ein schöner Tag!

Dear Hanaa, thanks a lot for this cooking event, you were marvellous and your whole menu was really delicious!

Saeed und Zachary – danke, dass ihr Hanaa unterstützt habt und gemeinsam als Team dieses Über den Tellerrand kochen zu dem gemacht habt, was es war: großartig, entspannt und rundum einfach gelungen.

Ein ganz besonders dickes Dankeschön an Dorothee und Theo Königs, die an diesem Tag aus Termingründen nicht dabei sein konnten, und uns voller Vertrauen die Schlüssel überlassen haben.

Zachary sucht übrigens dringend eine kleine Wohnung für eine Person in Waldniel. Falls jemand etwas hört oder weiß – bitte eine Nachricht in die Kommentare oder an bm@asylkreis-schwalmtal.de. Vielen Dank!

Über den Tellerrand kochen: Syrischer Abend bei Kathrin und Julian

Am 21.08.2016 wurde wieder einmal über den Tellerrand gekocht – dieses Mal in Amern bei Kathrin und Julian. Chefkoch war einmal mehr Zacharias Mustafa aus Damaskus, der sich – wie die Fotos zeigen – wieder einmal selbst übertroffen hat.

Die Organisation dieses Kochevents war übrigens großartig. Ich hab die beiden Gastgeber und den Koch in einer Whatsapp-Gruppe zusammengebracht und von dem Moment an haben sie alles selbst organisiert.  Das hatte so etwas wunderbar Selbstverständliches. So wünschen wir uns das von Über den Tellerrand. Toll!

Gastgeberin Kathrin hat uns dankenswerterweise einen kleinen Bericht und einige Fotos geschickt, die wir hier veröffentlichen dürfen.

Getreu dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ haben wir am Sonntag erfolgreich bewiesen, dass eine 8-m²-Küche kein Hindernis ist, um mit sieben Personen über den Tellerrand zu kochen.

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Eine Woche zuvor haben wir bereits Besuch bekommen. Chefkoch Zacharias aus Damaskus, der aktuell in Waldniel wohnt, kam uns besuchen, um erste Kontakte zu knüpfen und kurz zu besprechen was gekocht wird.

Wir verabredeten uns, um einen Tag vor dem Kochevent gemeinsam shoppen zu gehen. Die Einkaufsliste war ganz schön lang, aber Zacharias kennt sich in seiner neuen Heimat bereits super aus und wusste genau, was wir zum Kochen brauchten. Nach zwei Stunden hatten wir alle Zutaten für ein syrisches Festmahl beisammen.
Zur Verstärkung brachte Zacharias seinen Bruder Nashat, der gerade in Goch lebt und seinen früheren Nachbarn Fadi aus Damaskus, der zurzeit in Bochum wohnt, mit. Gerade bei uns die Tür reingekommen, wussten sie sofort, was zu tun war und ohne lange Reden wurde gleich losgelegt.

Voller Tatendrang haben wir gemeinsam mit unseren syrischen Spitzenköchen und unseren deutschen Freunden Kirsten und Ralf aus einer Küche ein kleines Schlachtfeld gezaubert. Gekocht wurde traditionelles, syrisches Essen. Es gab Fatteh (Huhn, Joghurt, Brot, Cashewkerne und jeeede Menge Knoblauch), Indian Kebab (Hackbällchen vom Lamm und Rind in einer Tomatensoße), frittierte Lammrippen und Tabouleh, ein Salat aus Petersilie, Tomaten, Bulgur und Pinienkernen.

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Jeder konnte ein bisschen was zum Kochen beitragen und es fiel leicht, währenddessen in einem wilden Mix aus Deutsch und Englisch ins Gespräch zu kommen. Verstehen können die Drei nämlich nahezu alles auf Deutsch und auch das Sprechen und Schreiben gelingt ihnen beachtlich gut – Hut ab, denn keiner von ihnen hatte bis jetzt die Möglichkeit einen Sprachkurs zu besuchen.

Aber nicht nur Fremdsprachen scheinen ihre Stärke zu sein, auch kochen können sie alle unglaublich gut. Beim Essen waren wir uns direkt einig, dass die syrische Kochkunst superlecker ist. Kein Wunder also, dass von den überdimensionierten Portionen kaum ein Happen übrig blieb.

Im Anschluss gab es klassische, deutsche Herrencreme, die beim Verfolgen der YouTube-Videos über das moderne Damaskus verzehrt wurde – ein gelungener Abschluss für einen tollen Tag.

Über den Tellerrand: Syrian cooking

Unser quartalsmäßiges ÜberdenTellerrandkochen hatten wir bereits vor vielen Wochen auf den 11. Juni terminiert, und dabei gar nicht an den Ramadan gedacht. Aber Gott sei Dank – Alhamdullah  – es gibt bei uns in Waldniel auch Geflüchtete, die keinen Ramadan halten oder die keine Moslems sind. So waren wir dann trotz Ramadan eine große Gruppe von 35 Personen.

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Einer von Ihnen ist Elias Bairam, professioneller Spitzenkoch aus Damaskus, der bereits eine beeindruckende Karriere als Chefkoch gemacht hatte, bevor ihn der Krieg in Syrien zur Flucht nach Europa zwang. Wir vom ÜberdenTellerrand-Team waren und sind sehr froh, dass er nun unser Projektteam mit seiner Kompetenz  bereichert. Und ein richtig netter Mensch ist er obendrein. 🙂

Chef Elias Bairam
Chef Elias Bairam (Chef = arab. Koch)

Die Kochjacke: „I missed it so much.“

Wir waren der Meinung, dass er für sein erstes öffentliches ÜberdenTellerrandkochen eine richtige Kochjacke benötigt und haben eine für ihn im Fachhandel erstanden. Bei den Knöpfen gab es eine reichhaltige Auswahl, er hat sich für diese entschieden.

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Dass wir es an diesem Tag mit einem Profi zu tun hatten, merkte man vom ersten Augenblick an. Elias hatte alles perfekt vorbereitet.  Alle Zutaten waren ordentlich zusammengestellt, sämtliche Gewürze standen bereit und am langen Tisch waren die Arbeitsplätze für die einzelnen Gruppen vorbereitet. Elias hatte alle 35 Anwesenden eingeteilt in Appetizer 1 und 2, Salat, Main Menu und Dessert.

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An dieser Stelle mal ein Einblick in die Vorbereitung eines syrischen Spitzenkochs. Elias hatte sich alles aufgeschrieben und einen detaillierten Plan gemacht. 🙂

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Nachdem sich die Gruppen gefunden hatten, ging Elias von Gruppe zu Gruppe und wies sie ein. Geduldig erklärte er, was jede Gruppe zu tun hatte.

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Nachdem er alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechend gebrieft hatte und ihnen genau erklärt hatte, was sie zu tun hatten, ging es los. Sofort machten sich alle ans Werk und schnippelten, als ginge es um ihr Leben. 😉

 

 

KuechenKoenigsGut vorbereitet war im Übrigen nicht nur der Koch, sondern auch wie immer unser Gastgeber Königs Küchen, die uns wieder in ihrem großartigen Küchenstudio kochen ließen. Wir vom Orgateam der ÜberdenTellerrand-Community Schwalmtal sind sehr dankbar für die großartige Unterstützung, die wir von Dorothee und Theo Königs erhalten.

So kann man auch mit kleinen Sachen …

lange Tafeln schöner machen. 🙂 Die Tischdeko so natürlich wie schlicht und genau deshalb einfach schön.

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ÜdTk-Community-Zuwachs

Besonders glücklich waren wir an diesem Tag, dass zum ersten Mal auch Saeeds Frau Hanaa bei einem unserer Kochevents die Schürze anzog, oder besser gesagt, anziehen konnte. Denn sie und ihr Sohn Simo waren erst eine Woche vorher aus Syrien gekommen und im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem Mann und Vater nachgereist. Dass sie nun auch bei uns sind, ist ein kleines Wunder. Wir sind alle sehr froh und dankbar.

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Saeeds Sohn Simo fand den Arbeitsplatz der Chefin wesentlich interessanter als unsere Kocherei. Und Dorothee Königs nutzte gleich die Gelegenheit, um ihm zu zeigen, dass man am PC nicht nur spielen, sondern auch Deutsch lernen kann.

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Und noch mehr special guests

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Ja, ihr seht richtig – an diesem Tag war das Fernsehen bei uns zu Gast. Nadine Schaub drehte für einen Beitrag für den WDR und hat unser Kochevent von Anfang bis Dessert mit der Kamera begleitet. Wir sind schon sehr gespannt auf den Beitrag und werden euch ganz sicher darauf aufmerksam machen, sobald er gesendet wird.

Thank you for the music

Wie immer bei unseren öffentlichen Events gabs auch was auf die Ohren – Elias Tabet, professioneller Gitarrist aus Damaskus hatte seine Gitarre mitgebracht, zusammen mit Thomas Paßers von den Schwalmtalzupfern, dem größten Gitarrenorchester Europas untermalte er unseren Event mit seiner Musik.

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Aber jetzt zum eigentlichen Thema.

Das Menü

Menukarte

Und zum Dessert gab’s Harisa, das wird hier gerade zubereitet:

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ÜberdenTellerrandkochen-Insider stutzen jetzt an dieser Stelle vielleicht. Die beiden auf dem Foto sind nämlich Elias Frau Mirna und  – ja richtig – wir hatten hohen Besuch – Esther von ÜberdenTellerrand Berlin.

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Wir hoffen alle, dass es ihr bei uns gefallen hat. Esther, alle anderen Berliner und auch alle anderen ÜdTk-Satelliten – ihr seid uns immer willkommen!

Es war ein schöner Tag, an dessen Ende eine entspannte und fröhliche Gruppe einmal mehr dachte: Wir brauchen ein syrisches Restaurant in unserer Gemeinde.

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Und hier sind wie immer noch weitere Bilder, die an diesem Tag entstanden sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Über den Tellerrand grillen: مشاوي

Sie war es, die diese tolle Idee hatte: „Wir veranstalten ein ÜberdenTellerrand-Grillen in unserem Garten.“

Nina Czeczatka aus der Über den Tellerrand Community Schwalmtal
Nina Czeczatka aus der Über den Tellerrand Community Schwalmtal

Ninas Herz ist mindestens so groß wie ihr Garten – eine ausgezeichnete Kombination für unser Kochprojekt. 🙂  Und so traf sich die ÜdTk-Community Schwalmtal mit alten und neuen Protagonisten in Waldniel bei Thomas und Nina Czeczatka in ihrem wirklich bemerkenswerten Garten.

Viele waren gekommen und alle hatten sie etwas zu essen mitgebracht. Denn so war es geplant: Die Gäste sorgen für das Grillbuffet, die Gastgeber für Getränke und Fleisch. Und Mohammad, Alaa und Hala bereiteten die Lamm- und Hühnchenspieße für den Grill vor.

Nicht satt zu werden musste an diesem Tag ganz sicher niemand befürchten. 🙂 Syrische Salate wie Salata Batata oder Biwaz, griechische Teigtaschen, deutscher Kartoffelsalat, viele Soßen, Dips, Mayonnaisen, und selbstgebackene Kuchen.

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Und natürlich Fleisch! Berge von Fleisch. Dieses ÜberdenTellerrand-Grillen war naturgemäß keine Veranstaltung für Vegetarier.

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Obwohl – ein bisschen was Grünes für den Grill gab’s auch.

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Aber das war wohl eher, was es war – ein Farbtupfer auf dem Grill. 🙂

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Während des Grillens konnte man wieder einmal sehen, was wohl landläufig bekannt und offenbar auf der ganzen Welt so ist: Grillen ist Männersache. 🙂

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Aber essen tun dann wieder alle. Männer und Frauen, Syrer, Griechen, Deutsche. Alle zusammen unter einem Pavillon, der uns vor dem angesagten großen Regen schützen sollte. Aber was soll ich sagen? Wenn ÜdTk’ler grillen … natürlich hat es nicht geregnet, wir hatten es trocken, schön und warm. Und lecker!!

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Und nach dem Essen gab es dann zu vorgerückter Stunde noch eine ÜberdenTellerrand-Erfahrung für unsere syrischen Freunde. Sie erlebten einen Klassiker am Lagerfeuer – ihr erstes Stockbrotbacken.

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Mit dabei an diesem Tag natürlich auch Milla aus dem Gastgeberhaushalt  und der besterzogenste Hund von allen. Sooo lieb, dass sogar die Syrerinnen – allesamt Hundephobikerinnnen – am Ende ein bisschen weniger Angst hatten.

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Es war ein toller Nachmittag und Abend, so etwas müssen wir im Laufe des Sommers wieder machen. Und hier sind noch viele weitere Fotos, die an diesem Tag entstanden sind.

1000 Dank Nina und Thomas für eure Gastfreundschaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Tellerrand kochen: Syrien

Ein  Bericht von Gastgeberin Marianne Karis. Wir waren zwar nur mit 7 Personen, Elham und ihr Mann Abdul sowie Zachary und Ammar aus Syrien als Gäste,  außerdem Liesel Lotzemer-Jentges und Marianne und Dieter Karis als Gastgeber, aber wir hatten alle einen sehr geselligen Abend , denn wir haben eine ganze Menge voneinander erfahren. Vieles, was wir nicht  von der  Situation in Syrien wußten, und einiges konnten wir aufklären , was unsere Gäste noch nie von der deutschen Geschichte gehört hatten.
Trotzdem haben wir viel gelacht, was ich sehr wichtig finde , aber natürlich auch viel gemeinsam gekocht , und obwohl alles sehr lecker war, kann man durchaus sagen , dass das Gewicht auch auf VIEL lag.

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Am Freitag gingen wir gemeinsam einkaufen und zwar in das uns empfohlene türkische Geschäft in Mönchengladbach, hier findet man so gut wie alles, was man für die türkische, bzw. für die orientalische Küche braucht. Obwohl wir für eine bestimmte Sorte Butterschmalz noch in einen anderen Laden fahren mußten.

Besonders schön war es, dass  am Samstag endlich der Frühling ausgebrochen war und wir auf der Terrasse sitzen konnten  und bei herrlichem Sonnenschein  gemeinsam Petersilie und andere Kräuter und Gemüse schneiden konnten, dazu gab es Apfelsaft von Liesels eigenen Äpfeln !

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Das Kochen begann um 15 Uhr , doch erst kurz vor Acht war alles servierfertig. Die meiste Arbeit hatte Elham, die KEBE  ( Bulgurteig mit Lammhackfleisch)zubereitet hat, einmal auf dem Blech im Backofen und als Teigtaschen in Öl frittiert.

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Der Teig, bzw. das Lammfleisch wurde viermal hintereinander durch den Fleischwolf gedreht , unsere Küchenmaschine hat bei der Menge gestreikt und wir mußten uns bei unserer Nachbarin einen mechanischen Fleischwolf leihen. Diese wirklich anstrengende Arbeit leistete hauptsächlich Zachary.

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Dann gab es noch FATET JAJ (Hähnchenbrust mit Joghurtcreme und Fladenbrot), sowie TABOULEH (Petersiliensalat).

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Elhams Mann Abdul hatte alle Hände voll zu tun die verschiedenen Nüsse zu schälen und zu hacken.

Zwischendurch fand Ammar und Dieter Zeit alle musikalisch zu unterhalten, man hat zusammen ‚gejammt‘.  Dieter auf dem Klavier und Ammar mit der Laute.

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Nach dem vorzüglichen , außerordentlich leckeren Essen wurde weiter gesungen und musiziert und erst um Mitternacht haben sich die Gäste verabschiedet.

Natürlich  nicht ohne sich zu versprechen, sich bald wieder zu treffen, wahrscheinlich in größerer Runde. Vielleicht werden wir auch einmal zu deutscher Küche einladen.

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Über den Tellerrand kochen: Syrien

Am 21.05. hatten Marcel und Kerstin Kessels aus Waldniel zu einem ÜberdenTellerrandkochen in ihr Haus eingeladen. Chefkoch war Ahmad Zachary Mustafa aus Damaskus, der seine Freunde Razan Al Khaldie und Hazem Hadidi mitgebracht hatte. Außerdem dabei ein weiteres syrisches Ehepaar – Amwar Tamin und seine Frau Shiraz. Die beiden waren extra aus Hardt gekommen – ÜberdenTellerrand Schwalmtal ist mittlerweile über unsere Ortsgrenze hinaus bekannt und begehrt. 🙂

Wir hatten traumhaftes Wetter, so dass wir die ganze Zeit draußen sitzen und essen konnten.

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Aber bis es soweit war, dass wir vor einem reich gedeckten Tisch mit allerlei syrischen Köstlichkeiten sitzen konnten, hatten wir erst noch einiges vorzubereiten. Fatush, Mutabal, Mariya und Kousa bi Laban sollte es geben. Dazu leckerer auf syrische Art zubereiteter Reis.

Zur Vorbereitung traf man sich dann doch im Haus – in der Küche werkelten die syrischen Männer.

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Alle anderen wurden von Chef Zachary mit den verschiedensten Vorbereitungen beschäftigt. Das erinnerte zuweilen jedoch eher an eine Bastelwerkstatt als an ein Kochevent.

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Vor allem das Aushöhlen der Zuccini für Kousa bi Laban (=mit Lammhack gefüllte Zucchini in gekochtem Joghurt) ohne geeignetes Werkzeug stellte die ÜdTk’ler vor eine Herausforderung. Aber einmal mehr bewahrheitete sich der Spruch: Not macht erfinderisch. Kreativ zweckentfremdete man Korkenzieher oder setzte sogar handfestes Werkzeug ein, dass von der letzten Renovierungsaktion im Haus der Gastgeber noch vorhanden war.

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Auf diese Weise wurden viele viele Zucchini ausgehöhlt – für jeden drei Stück! – und mit Lammhack gefüllt. Die frittierten Zucchinis wurden dann in einer Joghurtsauce gekocht und serviert. LECKER!

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Fatoush, ein gemischter Salat mit geröstetem Brot und Mutabal – eine Auberginencreme – entstanden ebenfalls in Gemeinschaftsarbeit und waren nicht nur lecker, sondern auch – wie viele Gerichte in der syrischen Küche – eine Augenweide. Ich bin sicher, dass unser Sprichwort: ‚Das Auge isst mit‘ syrischen oder arabischen Ursprung hat.

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Dazu gab es besonders gut schmeckend gewürzten Reis, den die Syrer gemeinsam mit Fadennudeln kochen. Das macht ihn besonders locker und gibt ihm eine interessante Färbung.

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Und wer jetzt schon denkt – meine Güte, das war aber viel, was dort serviert wurde, der war noch nie bei einem ÜberdenTellerrand-Event.  Denn es fehlt ja noch Mariya, was man auch ‚belegtes Brot“ nennen könnte, oder auch Sandwich, überbacken auf syrische Art. Mariya ist syrisches Brot, dünn gefüllt mit einer Lamm-Petersilie-Mischung, was dann im Ofen knusprig gebacken wird.

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Es schmeckt köstlich! Ich erzählte dem Koch ganz stolz, dass ich neulich auch Mariya gemacht hatte und zwar nach einem Rezept aus Fadis Kochbuch, das wir hier auch schon einmal vorgestellt haben.

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Und musste einmal mehr erfahren, wie klein die Welt doch ist. Zacharias Mustafa, studierter Touristikmarketingmanager (der übrigens gerne eine weitere Ausbildung im Hotelfach hier irgendwo zwischen Schwalmtal und Düsseldorf machen würde …) und Parttime-Koch in der Über den Tellerrand Community Schwalmtal kommt wie Chef Fadi Alauwad aus Damaskus und kennt ihn sogar persönlich.

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Wer dieses Kochbuch kauft, erhält nicht nur ein liebevoll gemachtes Buch mit lauter alltagstauglichen Rezepten aus Syrien, sondern tut auch gleichzeitig etwas Gutes. Denn der Erlös vom Verkauf dieses Buches geht vollständig an die Syrienhilfe e.V.

Nach etwa drei Stunden gemeinsamer Arbeit war unser Festmahl bereitet und der Tisch gedeckt.

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Wir aßen und schlemmten und redeten und lernten eine Menge voneinander. Da vor allem Zacharias nach nur sechs Monaten in Deutschland richtig gut Deutsch spricht, konnten wir uns auch schon richtig angeregt unterhalten. Wir erfuhren viel vom Leben in Damaskus, wir lernten einiges über die Motive der Gläubigen beim Ramadan und dass viele in Damaskus Bayern München Fans sind.

Am nachhaltigsten aber war wieder einmal das Gefühl zu erleben, dass Liebe durch den Magen geht und dass in einem guten Essen nach einem Rezept von der Oma ein Stück Heimat steckt. Zachary schreibt über sich selbst an anderer Stelle:

„My House has been Destroyed by a War,The Sea throw Me away,But my Soul still sleeping there. Syria.“

Lieber Zachary, das konnte man sehen, schmecken und spüren. Danke!

Danke auch an alle, die dabei waren. Und danke vor allem an Kerstin und Marcel Kessels für die bereits zweite Einladung zum ÜberdenTellerrandkochen in ihrem Haus.

 

 

Über den Tellerrand: Muttertagsfrühstück

Ich nehme es vorweg: Heute hatte ich spannendste und beste Muttertagsfrühstück der letzten 54 Jahre.

Elias Bairam, Spitzenkoch aus Damaskus hatte mich, meine Familie und unseren Mitbewohner Saeed zu sich eingeladen. Als wir ankamen, war die Tafel bereits gedeckt:

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Zum Frühstück nimmt man kein Besteck, man isst alles nur mit Brot. Und ich kann das jetzt. 🙂 Es war vorzüglich. Ich mochte alles sehr sehr gern, bis auf die eingelegten Auberginen, aber die mag ich nie. Natürlich haben wir gelernt, wie jede dieser einzelnen Köstlichkeiten heißt, natürlich habe ich alle Namen wieder  vergessen. Macht aber nix, mein Gaumen hat sich alles gemerkt. 🙂

Mein Mann und meine Töchter waren auch dabei, außerdem Elias‘ Frau Mirna, ihr Bruder Houssam und Elias‘ Cousin Elias und unser aller Freund Saeed. Es war eine gut gelaunte Frühstücksrunde.

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Nach dem Frühstück plumpsten wir pappsatt aufs Sofa und bekamen ein Gitarrenprivatkonzert von Elias, von Beruf klassischer Gitarrist und Houssam. Und es kam … der Kuchen. Wissen wir ja schon – „Nichtessen“ gibt’s nicht bei syrischen Gastgebern. Die Integration schreitet übrigens wunderbar fort, denn der Kuchen war eine Muttertagstorte von Coppenrath und Wiese. ;))

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Auf dem Bild zu sehen auch die beiden  Blümchen, dich ich außerdem geschenkt bekam. „Mama Biggi“ war wirklich sehr gerührt.

Ich lernte, dass man am Muttertag diese Torte mit einer Kerze serviert, dass die Mutter diese Kerze auspusten muss und dass man mit der falschen, also unscharfen Seite eines Messers den Kuchen anschneiden und sich dabei etwas wünschen muss. Gesagt, getan. 🙂

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Wir aßen diesen leckeren Käsekuchen mit Erdbeergelee, das auf Arabisch übrigens Gelee heißt. 🙂

Kaum hatten wir alle unser Stück Kuchen aufgegessen, lernte ich meine nächste Lektion: „How to be a perfekt syrian friend.“ Es kamen Salzstangen, Erdnüsse und geröstetes Vogelfutter auf den Tisch. Dieses kleinen „Dinger“ knackt man hochkant (!) mit den Zähnen, um dann einen winzig kleinen Kern zu bergen, den man essen kann. Echt viel Arbeit für magere Ausbeute. Aber wir waren ja auch mittlerweile viel zu satt, um größere Knabbereien zu uns zu nehmen.

Und dann kam es wieder zu einer Premiere:

Biggis erste Shisha.

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DANKE!

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Über den Tellerrand: Aserbeidschan und Syrien

Einen nach eigener  Aussage herrlich entspannten Nachmittag erlebten Dirk Otto und seine Familie mit ihren Gästen aus Aserbeidschan, Syrien und Deutschland. Wir bitten unsere Gastgeber ja immer um einen kleinen Bericht und Dirk Otto hat uns diesen Wunsch erfüllt. Vielen Dank für diesen sehr schönen Bericht.

An einem Wochenende trafen sich zwei deutsche Familien aus Schwalmtal und Willich mit einer Familie aus Aserbeidschan und drei jungen Männern aus Syrien zu einem Essen der besonderen Art. Die Aserbeidschaner und die Syrer sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und leben derzeit alle in Unterkünften in Waldniel. Der Kontakt war über das Kochprojekt „Über den Tellerrand kochen“ des Asylkreises Schwalmtal zustande gekommen.

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Bereits das Einkaufen für das Kochereignis war für uns Deutsche ein Abenteuer. In türkischen und arabischen Supermärkten in Mönchengladbach wurden die Zutaten besorgt, denn die Männer aus Syrien hatten sich bereit erklärt, für alle zu kochen. Ungewöhnlich für deutsche Verhältnisse waren sowohl die in unseren Breiten wenig bekannten Lebensmittel und Gewürze, andererseits aber auch die Packungsgrößen. Diese sind häufig auf Großfamilien ausgerichtet. Insbesondere die Fleischtheke unterschied sich deutlich von der eines deutschen Metzgers, wo etwa ganze Schafsköpfe eher nicht in der Auslage zu sehen sind. Doch die deutlich erkennbare Verwunderung der deutschen Begleiter gab auch sofort Anlass um mit anderen Kunden verschiedenster Nationalitäten ins Gespräch zu kommen. Generell erwiesen sich die Supermärkte als Treffpunkt für aus dem Nahen und Mittleren Osten stammende Mitbürger. Hier trifft man sich, um einen Tee zu trinken oder auch mal eben kleinere Snacks zusammen zu genießen.

Sonntags trafen sich dann zunächst die deutschen Familien bei Ottos in Schwalmtal, bevor man gemeinsam aufbrach, um die Aserbeidschaner und die Syrer in ihren Unterkünften abzuholen. Anfangs herrschte noch eine gewisse Befangenheit, die aber schnell verflog, denn Erwachsene, Kinder und Jugendliche stellten nicht nur gemeinsam Tische, Stühle und Bänke bereit. Bei Tischtennis, Fußball (auf der Wiese und am Kicker) und Ratespielen kam man sich auch menschlich näher. Dabei half besonders das große Sprachtalent der Flüchtlinge, die schon erstaunlich viele deutsche Wörter kannten, sich aber auch gut auf Englisch, Türkisch (zwischen Aserbeidschanern und Syrern) und Arabisch verständigen konnten. Und selbst das Wetter zeigte sich von seiner sonnigen Seite, es passte einfach und alle gingen sehr gelöst miteinander um.

Bald begannen unsere syrischen Gäste unter Anleitung von Wahel mit den Vorbereitungen für den eigentlichen Anlass des Treffens: ein ganz besonderes Essen. Hier wurden Zwiebeln, Tomaten oder Knoblauch geschnibbelt, dort Fleisch gebraten oder Reis gekocht. Trotzdem aus Rücksicht auf die deutschen Familien mit Gewürzen vorsichtiger als in der Heimat üblich umgegangen wurde, verbreiteten sich bald herrlich fremdländische Düfte. Kebab, Humos, Couscoussalate, Sesammousse, Falafel und viele weitere leckere Gerichte standen schließlich auf dem Tisch und alle langten beherzt zu. Gelebte Völkerverständigung mittels der uralten Sitte der Gastfreundschaft. Zur Wiederholung und Nachahmung sehr zu empfehlen.

Doch auch dieser herrlich entspannte Nachmittag ging leider viel zu schnell vorbei. Der Alltag hat uns alle längst wieder eingeholt, die schönen gemeinsamen Erlebnisse aber bleiben!

Über den Tellerrand: Syrien

Hier kommt ein Bericht zu einem Event, das schon eine Weile zurückliegt. Vielen Dank für diesen Bericht an den Gastgeber Uli Backes. Wobei – eigentlich war er kein Gastgeber, sondern ein Beschenkter. Denn seine Frau Silke hatte ihm ein Über den Tellerrand Event zu Weihnachten geschenkt. Wir finden, das ist eine ganz großartige Geschenkidee, die am 13.2. dann zu einem schönen Tag und Abend wurde.

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Ich finde, wir hatten einen sehr kurzweiligen und gelungen Samstag. Am Samstagmorgen war ich mit meiner Tochter Pauline und Yaman und Saeed zuerst einkaufen. Es lief eigentlich genauso, wie man es uns im Vorfeld bereits angekündigt hatte. Saeed hat insbesondere Petersilie und Zitronen genauestens sortiert. Ich habe versucht, mir die Kriterien erklären zu lassen, aber ich glaube, das verstehe ich nie.

Erstaunlicherweise gab es trotz der vielen Reissorten im türkischen Supermarkt nicht den richtigen Reis. Den gab es dann beim türkischen Einkaufsladen auf der Hindenburgstraße und um die richtigen Cashewkerne zu bekommen, sind wir dann noch zu Real gefahren. Anschließend haben wir alles zu uns gebracht, ausgeladen und uns für 17 Uhr verabredet.

Saeed, Yaman und Abdullah – alle drei aus Syrien – waren pünktlich wie die Maurer. Ich glaube, die nehmen die Pünktlichkeit noch ernster als wir es tun.

In der Küche und im Esszimmer breitete sich dann recht schnell ein kreatives Chaos aus. Zwischendurch mussten wir noch schnell in der Nachbarschaft ein Kräutermesser besorgen und unsere Freundin Birgit musste auf dem Fahrrad noch einen großen Topf mitbringen. Wir waren in Bezug auf große Töpfe und Schüsseln ausgebucht.

Saeed hat souverän den Überblick behalten und Yaman und sein Bruder Abdullah wussten im Großen und im Ganzen eigentlich was zu tun war. So gegen 20:30 Uhr waren wir dann soweit und haben es uns mit Tabouleh, Kabseh, Humus und Moutabal richtig gut gehen lassen.

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Die Kommunikation hat auch viel besser geklappt als erwartet. Ein Highlight war das gegenseitige Aufsagen von arabischen und deutschen Zungenbrechern. Zum Abschluss haben wir dann noch ein kleines Kickerturnier veranstaltet. Also, ein gelungener Abend!

Ich hatte den Eindruck, auch Saeed, Yaman und Abdullah hat es gefallen. Mal sehen, was wir in der Zukunft daraus noch machen können.