Alle Beiträge von Biggi Mestmäcker

Gemeinsam gegen Blutkrebs! Spender*innen gesucht.

Die Westdeutsche SenderZentrale für Blutstammzellen, das Universitätsklinikum Essen und das Deutsche Rote Kreuz /DRK Blutspendedienst West bitten um Unterstützung für Patient*innen mit Blutkrebs (Leukämie), darunter viele Kinder.

Für Patient*innen werden Knochenmark- oder Blutstammzellenspenden benötigt. Gerade für Menschen mit außereuropäischem Migrationshintergrund finden sich häufig keine passenden Spender*innen.
 
Wir bitten deshalb um Mithilfe! Bitte lest diese Broschüre. Sie informiert in den Sprachen deutsch, englisch, französisch, türkisch, persisch und arabisch.
 

ALLE Leben retten. Hilfe auch für die Schwächsten

#LeaveNoOneBehind

*Solidarität mit Geflüchteten* fordert Campact in einer Kampagne und verschickt Gesichtsmasken als äußeres Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten. Hier kann man sie – so lange der Vorrat reicht – bestellen. 

Darüber informierten wir gestern per Mail den Asylkreis, indem wir den Newsletter weiterleiteten. Daraufhin schickte uns Achim Schwabe, Verfahrensberater im Asylkreis, seit vielen Jahrzehnten über unsere Landesgrenzen hinaus in der Flüchtlingshilfe tätig und in diesem Jahr nominiert für den Ehrenamtspreis 2020 des Flüchtlingsrates NRW, ein Statement zu diesem unsäglichen Thema Seenotrettung. Der Umgang unserer Regierenden in Europa mit diesem Thema hinterlässt uns alle fassungslos.  Mit seiner Erlaubnis veröffentlichen wir seine Worte.

„Für die Deutschen hat die Bundesregierung alles nur Erdenkliche getan, um uns vor dem COVID-19 Virus zu schützen und gleichzeitig setzt sie enorm viel Energie darein, unseren Wohlstand zu erhalten, was nur unter erheblicher Verschuldung des Staates möglich ist. Wir diskutieren über Gesichtsmasken, obwohl wir damit andere schützen, obwohl uns eigentlich ganz andere Fragen interessieren müssten.
Wir stellen Hilfsbereitschaft und Solidarität zumindest unter den hier Lebenden immer wieder fest.

Das ist die eine Seite!

Flüchtlinge in aller Welt und bei uns sind es anscheinend nicht wert, dass sich die Politik auch für diese einsetzt. Es schreit buchstäblich zum Himmel, dass die Bundesrepublik nach monatelangen Tauziehen sich endlich dazu hat hinreißen lassen, gerade einmal 47 Kinder aus Lesbos aufzunehmen. Soll man da etwa noch applaudieren? In vielen Kommunen besteht die Bereitschaft, die Flüchtlinge von den Inseln aufzunehmen. Das Lager in Lesbos könnte sofort aufgelöst werden. Es ist eine Schande für Europa und für Deutschland, dass man Menschen unter solchen Umständen wie Tiere vegetieren lässt. Zwei Parteien tragen das „C“ für christlich in ihrem Namen, eine Partei das „Soziale“. Das, was dort passiert, ist mit dem christlichen Glauben und einem sozialen Verhalten nicht vereinbar. Aber wir hören aus den Parteikreisen noch nicht einmal einen Aufschrei! Oder sarkastisch ausgedrückt, setzt die Politik die Hoffnung darein, dass sich möglichst viele in den Lagern infizieren und da sie keine Widerstandskraft haben, wie die Fliegen wegsterben? Damit hätten wir ein Problem weniger?

Warum, so frage ich mich auch, werden die zentralen Unterbringungseinrichtungen – egal in wessen Verantwortung Bund, Land oder Kommune – nicht schon längst aufgelöst, um Infektionen zu vermeiden? Viele deutsche Flüchtlingsorganisationen haben schon zu Beginn der Krise dazu aufgefordert. Warum werden die Bewohner nicht in die Kommunen verteilt, weil dort eine Infektion nicht so schnell um sich greifen kann, wie in einem großen Lager, wo es meist auch noch eine zentrale Verpflegung gibt. Wartet die Politik darauf, dass noch mehr Lager wegen Corona abgeriegelt werden müssen in der Hoffnung, dass die Flüchtlinge über miserable Lebensverhältnisse in Deutschland berichten, wobei sie darauf setzt, dass dann weniger Flüchtlinge sich auf den Weg machen?

In was für einem Land leben wir? Ich habe vor mehr als 55 Jahren schon in der Schule gelernt, dass man Demokratie daran erkennt, wie sie mit den Schwächsten in der Gesellschaft umgeht? Viel schlimmer geht es nicht!

Ich habe Angst davor, dass unsere Gesellschaft sich zum Ziel macht: Zuerst und vor allem die Deutschen! Wohin das führt haben wir bereits einmal bitter erleben müssen! Es fängt schon da an, wo unsere Politiker da auf die Menschenrechte pochen, wo es uns nützt, aber sie Ausländern vorenthalten.

Ich schäme mich, welche Welt ich meinen Enkelkindern hinterlasse.“ (Achim Schwabe am 29.04.2020)

 

Herr Ahlo näht

Vor einigen Tagen bekamen wir eine Nachricht von Mohammad Ahlo.  Herr Ahlo ist kurdischer Flüchtling aus Syrien und lebt mit seiner Familie in Waldniel.  Früher in Syrien hat er als Schneider gearbeitet. Aus diesem Grund hatte er uns schon vor zwei Jahren nach seiner Ankunft in Waldniel nach einer Nähmaschine gefragt. Damals hatten wir ihm eine ganz alte Maschine besorgen können – eine, die noch ohne Strom funktioniert, man muss treten. Ihm war das recht, er fand die Maschine ok und nahm sie gerne an.

Jetzt – am vergangenen Mittwoch, um genau zu sein – meldete er sich wieder – ob wir ihm eine elektrische Maschine besorgen könnten, er wolle gerne helfen und Gesichtsmasken nähen. 

Was für eine gute Idee! Flugs die Suche nach einer elektrischen Nähmaschine in den Asylkreis-Verteiler geschickt und es dauerte nicht lange, bis die Maschine für Herrn Ahlo gefunden war.  Eine ältere, elektrische Nähmaschine, ca. 50 Jahre alt, aber voll funktionstüchtig.

Gleichzeitig wurde Stoff, Bettlaken, etc.Garn,Gummiband gesammelt und gespendet und organisiert und zu Herrn Ahlo nach Hause gebracht. Und Herr Ahlo nähte los. Der erste Schwung wurde bereits abgeholt und ist schon im Einsatz. Herr Ahlo ist hochmotiviert und will weiter nähen so lange Gesichtsmasken gebraucht werden.

    

 

Corona: Die wichtigsten Infos

Corona hat uns alle fest im Griff – für den Asylkreis bedeutet dies:

1. Der wöchentliche Jour fixe am Donnerstag um 19.00 Uhr in der Naafi, Dülkener Straße fällt bis auf weiteres aus. Wir informieren, wenn es dort weiter geht. Sollten Interessenten oder Interessentinnen aufgrund unserer Werbung in der letzten Zeit zu uns stoßen wollen und sich für unsere Arbeit näher interessieren, bitten wir, zunächst einfach mal anzurufen (0151 726 17356) oder eine Mail zu schreiben an bm@asylkreis-schwalmtal.de 

2. Schon geplante Veranstaltungen fallen aus und werden auf noch unbekannte Zeit verschoben, wie z.B. die Informationsveranstaltung für die Frauen in der Fahrschule.

3. Empfehlung: Der Besuchsdienst sollte weitestgehend eingestellt werden. Das Allerwichtigste ist im Moment, dass wir alle unsere sozialen Kontakte reduzieren. Dazu  gehören nun mal auch Kontakte zu den Geflüchteten. Wir raten nicht, die Hilfe einzustellen, aber denkt über alternative Möglichkeiten nach: Auch hier können Telefon und Internet für eine Weile mal Ersatz sein. Sollte im ein oder anderen Fall doch ein persönlicher Kontakt nötig sein, dann beachtet unbedingt die allgemein bekannten Regeln. Haltet ausreichende Abstand, vermeidet jede Art von Körperkontakt und denkt stets an die wichtigste Hygieneregel überhaupt: Hände waschen und nicht ins Gesicht fassen!

4. Infos in mehreren Sprachen für die Geflüchteten gibt es hier zum Download: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Informationsmaterial-zum-Download.html

Und hier auch: https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html (bisschen versteckt unter Alternative Sprachen)

5. Täglich aktualisiert wird der Sammellink der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mit Infotexten, mehrsprachigen Materialien, Übersetzungen der Ansprache der Bundeskanzlerin, Querverweisen zu RKI, BAMF, BzgA:

https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus

6. Eine gute Quelle auch für die u.a. im Iran, Afghanistan oder Pakistan gesprochenen Sprachen Pashto und Farsi ist „Handbook Germany“: https://handbookgermany.de/de.html

7. Basis- und Verhaltensinformation sinnvoll auf einem Blatt. Und sogar in der für Menschen aus Eritrea wichtigen Sprache Tigrinya stellt die Johanniter Unfallhilfe zur Verfügung:

https://www.johanniter.de/die-johanniter/johanniter-unfall-hilfe/aktuelles/nachrichten/2020/basisinfos-zu-corona-in-verschiedenen-sprachen/rss/0/

8. 15 Sprachen, mit E-Book-Funktionalität und PDF-Abruf eines Handzettels. So lautet das Angebot des Ethnomedizinischen Zentrums Hannover:

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info

Und hier ist noch ein Link vom Bundesministerium für Familie – dahinter verbergen sich unglaublich viele hilfreiche Infos:

https://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/praxiswissen/corona.html

Kommt alle gut durch diese Zeit, seit achtsam mit euch und euren Mitmenschen, passt aufeinander auf und bleibt gesund.

Corona – Hinweise in vielen Sprachen

Wir möchten auf Info-Grafiken zum Thema Infektionsschutz in verschiedenen Sprachen hinweisen. Es gibt Textversionen, Piktogramme und vieles mehr. Hier kann man sie in verschiedenen Sprachen herunterladen:

https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html

Klickt auf das Pluszeichen bei Alternative Sprachen.

Und auch hier gibt es hilfreiche Hinweise in mehreren Sprachen:

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Informationsmaterial-zum-Download.html

Hier bietet der Kreis Viersen seine Corona-Hinweise in 10(!) verschiedenen Sprachen. Bitte auf der Seite ganz nach unten scrollen: 

https://www.kreis-viersen.de/de/inhalt-53/neues-corona-virus-covid-19-6669946/

Infos zur Kontaktsperre

Deutsch

Englisch

Arabisch

Französisch

Kurdisch

Rumänisch

Bulgarisch

WIR Schwalmtaler*innen: Werner Lüders

©Susanne Neuls

Die kleine Vorstellungsreihe auf Leben-in-Schwalmtal.de geht weiter. Dieses Mal hat Werner Lüders – der Fotograf im Ausstellungsteam – ein bisschen von sich erzählt und ein paar Fragen beantwortet. Klickt doch mal rein: https://leben-in-schwalmtal.de/2020/02/26/wir-schwalmtalerinnen-werner-lueders/

Leider hat Facebook die URL leben-in-schwalmtal.de schon seit Monaten gesperrt, deshalb gehen wir diesen kleinen Umweg, um Werners Vorstellung auf Facebook posten zu können. Wäre doch zu schade, wenn das niemand mitbekäme.

Alle Beiträge aus dem Making of zur Ausstellung Schwalmtaler*innen findet man übrigens hier.

 

Geschlossen gegen Rassismus und Hass!

Die Bluttat von Hanau sorgt bundesweit für Entsetzen.  Auch wir Schwalmtaler*innen sind traurig, betroffen und zornig. Wir sind uns alle einig – überparteilich und überkonfessionell – rechtsextremen Hass lassen wir nicht zu. Wir treten ihm geschlossen entgegen.

Wir möchten der unschuldigen Opfer gedenken und gleichzeitig deutlich machen: Niemals wieder dürfen Menschen aus unserer Mitte wegen ihres Geschlechts, ihrer Abstammung, ihrer Rasse, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen oder politischen Anschauung, ihrer körperlichen Einschränkung oder Behinderung diskriminiert, bedroht, verfolgt oder gar angegriffen und sogar getötet werden.

Denjenigen, die das nicht so sehen, gewähren wir in unserer Mitte keinen Platz und werden ihnen überall entgegentreten.

Kommt am Freitag, den 21.02. um 18.00 Uhr auf den Markt in Waldniel. Vor der Kirche stellen wir Kerzen auf, halten einen Moment inne und werden alle gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern und unserer Entschlossenheit in der Ablehnung von Terror und Rechtsextremismus setzen. 

 

Asylkreis sucht dringend Verstärkung für den Besuchsdienst

Die Zahl der Geflüchteten in Schwalmtal ist seit 2015 deutlich zurückgegangen. Viele der Menschen, die damals zu uns kamen, leben nicht mehr in unserer Gemeinde. Manche sind zurück in ihre Heimat, andere haben Schwalmtal verlassen und sind umgezogen. Aber immer noch leben über 200 Personen in Schwalmtal, die entweder noch eine Wohnung, eine Arbeit oder auf jeden Fall Kontakt suchen. Selbst bei denen, die schon in die eigenen vier Wände ziehen und einen Job finden konnten, ist nach wie vor Betreuungsbedarf vorhanden. Integration ist nun mal nicht mit der Unterschrift unter Miet- und Arbeitsvertrag erfolgreich abgeschlossen. Integration ist ein Generationenprojekt und braucht einen langen Atem. Und zwar von uns allen.

Diesen langen Atem hatten leider nicht alle, die im Sommer 2015 entschieden, sich ehrenamtlich für Menschen zu engagieren, die ihre Heimat verlassen mussten.  Fast alle Helferinnen und Helfer haben sich mittlerweile ganz zurückgezogen oder ihr Engagement deutlich eingeschränkt. Die verbliebenen Ehrenamtlichen im Asylkreis Schwalmtal stellt das vor kaum lösbare Probleme. Nun müssten nur noch wenige all das machen, was vorher viele taten.

Aus diesem Grund – aber auch wegen veränderter Bedürfnisse der Asylsuchenden – hat der Asylkreis sein Angebot deutlich verkleinert und viele Projekte beendet oder zunächst auf Eis gelegt. Was aber nach wie vor so hilfreich wie nötig ist, ist der Besuchsdienst. Hierfür wünscht sich der Asylkreis Schwalmtal dringend Verstärkung.

Was heißt Besuchsdienst? Was wird da erwartet?

Der Asylkreis – ein Angebot der evangelischen Kirche Waldniel – arbeitet aufsuchend. D.h. Ehrenamtliche besuchen paarweise die Menschen in ihren Unterkünften, besprechen akute Probleme und Sorgen, helfen bei Formularen und Verträgen, geben organisatorische Tipps für den Alltag, für Schule, Kindergarten, Freizeit. Den eigenen Zeitaufwand kann man hier selbst steuern. In aller Regel finden die Besuche am späten Nachmittag oder frühen Abend statt. Die meisten Teams haben einen festen Besuchsdienst-Tag, an dem sie etwa 2 – 3 Stunden Zeit investieren.

Darüber hinaus treffen sich die Mitglieder des Asylkreises donnerstags um 19.00 Uhr zum Jour fixe – ein Termin, zu dem kommt, wer etwas auf dem Herzen oder zu berichten hat. Oder auch einfach nur, um die anderen mal wieder zu treffen und zu sprechen. Momentan findet dieser Jour fixe im NAAFI Gebäude in der Dülkener Straße 202, im Schulungsraum im zweiten Obergeschoss, links statt. Interessierte sind sehr herzlich willkommen. Wir alle freuen uns auf neue Gesichter! Gerne können Sie uns aber auch vorher kontaktieren. Wenden Sie sich bitte an: Ruth Goedeking, Telefon: 02163 32581, E-Mail: ruth-goedeking@t-online.de Weitere Infos über den Asylkreis: www.asylkreis-schwalmtal.de